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Zwei quaderförmige Gebäudeteile mit zwei Innenhöfen: Von oben sieht das Modell der neuen Carl-Steinmeier-Mittelschule fast wie eine Acht aus.

Pläne zur neuen Carl-Steinmeier-Mittelschule

"Wir bauen eine super Schule"

Ottobrunn/Hohenbrunn - Die Gemeinde Grünwald braucht allein für die Erweiterung ihres Gymnasiums 20 Millionen Euro (Gesamtkosten rund 80 Millionen Euro). Für diese Summe baut der Schulverband der Gemeinden Hohenbrunn, Ottobrunn, Neubiberg und Putzbrunn, in Riemerling eine ganz neue Schule: die Carl-Steinmeier-Mittelschule. Die Pläne wurden jetzt im Ottobrunner Gemeinderat vorgestellt.

Die Beteiligten sind „vorsichtig optimistisch“, dass es bei den avisierten 20,84 Millionen Euro bleibt, wie Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) betonte. Eine erste Kostenschätzung war von 19,5 Millionen Euro ausgegangen. Seine Gemeinde muss „den Löwenanteil“ – neun bis zehn Millionen Euro nach Abzug von rund 2,5 Millionen Euro staatlicher Zuschüsse– zahlen, da rund die Hälfte der Schüler an der Mittelschule im Nachbarort aus Ottobrunn kommen. Loderer stellte die Pläne für die neue Carl-Steinmeier-Mittelschule dem Gemeinderat vor. Denn die Details sind mittlerweile beschlossene Sache. Der Schulverband hat den Entwurf der „Hitzler Ingenieure“, der im Vorfeld große Kritik unter den Hohenbrunner Gemeinderäten und Anwohnern hervorrief (wir berichteten), abgesegnet. Hohenbrunns Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) ist sich sicher: „Wir bauen eine super Schule. Ich bin vom Konzept begeistert.“ Gefreut hat ihn, dass der Schulverband und die dazugehörigen Gemeinden „nie einen Kostendruck“ ausgeübt hätten. „Es wurde sparsam geplant, aber immer zum Wohle der Schüler mit dem Ziel, den Anforderungen gerecht zu werden.“ Die Pläne sehen Platz für 400 Schüler in 22 Klassen vor, „zwei mehr als das Raumprogramm vorschreibt“, erläuterte Ottobrunns Rathauschef. Der Schulverband will sich ein wenig Luft – oder besser Raum – nach oben lassen. Falls mehr Kinder untergebracht werden müssen. Aber „wir haben relativ stabile Schülerzahlen“, betont Straßmair. Derzeit besuchen 390 Kinder und Jugendliche die Mittelschule. Der Neubau wird „kaum größer“, nur anders strukturiert. Geändert hat sich am ursprünglichen Konzept, das zwei rechteckige, zweigeschossige Baukörper vorsieht, die in der Mitte verbunden sind und aus der Luft wie eine 8 wirken, nichts. Vielmehr wurden Details festgelegt. Für große Diskussionen innerhalb des Schulverbands hat der Kern des westlichen Gebäudeteils gesorgt, sagte Loderer. Während der östliche Teil in der Mitte einen Licht- und Innenhof bekommt, der den angrenzenden Fachräumen Tageslicht und den Schülern eine Pause im Freien beschert, ist das Zentrum des westlichen Gebäudes „ein toter Bereich, der mit Kies aufgeschüttet wird“. Keine optimale und schöne Lösung, fanden die Träger. „Da haben wir lange drüber geredet.“ Aber: Diese Variante sei aus bautechnischen Gründen notwendig, unter anderem für die Dachentwässerung. Und: Platz fehlt der neuen Carl-Steinmeier-Mittelschule dadurch nicht. „Es gibt Räume auf Vorrat“, versicherte Ottobrunns Bürgermeister. An der Nordseite des linken Bauteils. Diese würde Loderer gerne als Musik- und Band-Übungsräume genutzt sehen, so lange sie nicht als Klassenzimmer benötigt werden. Ein externer Eingang würde auch eine Nutzung durch Gruppen fernab der Schulfamilie möglich machen, „ohne, dass die ganze Schule offen steht“. Eine weitere Änderung: Die Mittelschule wird künftig nicht mehr über die Georginen-, sondern über die Georg-Kerschensteiner-Straße erschlossen. „Das entzerrt ein wenig“, betonte Loderer. Denn durch die Eingänge der Mittel- und der Grundschule, die derzeit beide an der Georginenstraße liegen, ist dort morgens und mittags viel los und das Verkehrsaufkommen groß. Im Gebäude finden Lehrer und Schüler Klassen-, ein lehrer- und zahlreiche Fachräume, Werkstätten, Labore, Verwaltungsbüros sowie eine große Mensa. Beheizt wird die Schule mit Fernwärme. Wenn alles rund läuft, der Bauausschuss Hohenbrunn am 14. Juli zustimmt und das Wetter mitspielt, sollen bereits im Oktober dieses Jahres die Erdarbeiten für den Neubau beginnen. Die Grundsteinlegung ist für Februar 2017, der Umzug für Juli 2018 vorgesehen. Der erste Schultag könnte am 1. September 2018 stattfinden. In einer nagelneuen Schule zu einem, wie Loderer findet, „vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis“.

Janine Tokarski

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