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Die Mittelschule: Für sie ist eine Reihe alternativer Standorte denkbar. Vielleicht bleibt sie aber auch einfach da, wo sie ist.

Ortsentwicklungsplan

Gebäude-Rochade

Pullach – Das ganze Jahr über hat Pullach über seinen Ortsentwicklungsplan nachgedacht in Workshops. Jetzt geht es darum zu entscheiden, wo und wie die Projekte verwirklicht werden könnten.

Bei einer nur zu diesem Thema anberaumten Sitzung waren die Kommunalpolitiker sich in einem einig: dass sie nichts überstürzen wollen. Deshalb ist erst einmal beschlossen worden, zu den schwierigsten Themen – dem Standort der zu erweiternden Schulen (Grund- und Mittelschule) und dem künftigen Gepräge des Schwimmbads – sich noch einmal Fachberatung zu holen. Die Schulen und das Schwimmbad: auf diese Punkte zunächst den Fokus zu legen, das hatte bei der Sitzung auch Christian Ufer vom zuständigen Stadtplanungs-Büro terrabiota geraten. Weil freilich davon abhängt, ob beide Schulen am jetzigen Standort erweitert werden, ob sie Platz tauschen oder ob doch lieber eine der Schulen neu gebaut wird und was dann mit Musikschule, mit Volkshochschule und der Jugendfreizeitstätte passiert.

Entsprechend wurde kaum kontrovers diskutiert. Wer sich das erwartet hatte von den doch relativ zahlreich erschienenen Zuhörern, der wurde enttäuscht. Aus den Wortmeldungen konnte man Sympathien heraushören dafür, dass die Schulen bleiben, wo sie sind beziehungsweise einfach Adresse tauschen. Alex Betz (FDP) war eigentlich der einzige, der schon jetzt Stellung bezog und meinte, ihm sei am liebsten, die jetzigen Standorte würden erhalten. Einig waren sich alle Fraktionen auch darin, dass möglichst vermieden werden soll, die Kinder während der Bau- oder Umbauphase in Containern unterzubringen, was ziemlich teuer ist. Einen Nebenschauplatz eröffneten Marianne Stöhr und Cornelia Zechmeister, die sich schon jetzt, obwohl das eigentlich erst in zweiter Linie wichtig ist, zu Kindergarten-Erweiterungsmöglichkeiten äußerten. Marianne Stöhr (Grüne) sieht die überhaupt nicht im Wäldchen an der Gistlstraße („das Wäldchen ist ein Kleinod“), Cornelia Zechmeister (WiP) tut das schon („das ist gut vorstellbar“).

Eröffnet hat die für Pullacher Verhältnisse unaufgeregte Debatte Andreas Most (CSU), der meinte, nach der Begehung beider Schulen, die der Gemeinderat unlängst unternommen hatte, habe sich ihm die Frage gestellt, ob die Mittelschule nicht einfach bleiben könne, wo sie ist. Er plädierte als erster dafür, wegen des Schwimmbads und auch wegen der Schulen noch Experten zurate zu ziehen. „Das bringt uns schneller ans Ziel als ewige Diskussionen.“ Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) schlug vor, zusätzlich besonders gelungene „Vorzeigeschulen“ gemeinsam zu besichtigen. „Das sollten wir uns gönnen.“ Holger Ptacek (SPD) fand das auch: „Wir bewegen uns im Raum Glaube, Liebe, Hoffnung. Wir brauchen wirkliche Fakten.“ Wichtigste Frage für ihn und seinen Fraktionskollegen Arnulf Mallach: Was passiert mit der Mittelschule. Davon hänge alles ab.

Fabian Müller-Klug (Grüne) regte an, zu den Ortsterminen in den Schulen auch deren Architekten zu bitten, „damit uns Bilder in den Kopf kommen: Was ist möglich?“ Schließlich ging es noch um die Frage, ob dem Fachmann Vorgaben, den Standort betreffend, gemacht werden sollen oder nicht. Caroline Voit (CSU) war dafür, Wilhelm Wülleitner (Grüne) dagegen.

Schließlich meinteAlex Betz: „Wir sind ein Entscheidungsgremium, kein Beratungsgremium.“ Irgendwann werde man sich zu einer der letztlich ja nur noch drei Varianten durchringen müssen. „Wir sollten nicht aus den Augen verlieren, dass wir mehr wollten: zum Beispiel auch eine Drogerie und einen Supermarkt in der Ortsmitte.“

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