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Noch steht Post drauf auf dem Café in der Pullacher Gartenstraße. Aber es ist keine Post mehr drin.

Post macht zu

„Sargnagel für die Ortsmitte“

Pullach - Schlechte Nachricht für Postkunden in Pullach: Die ost-Filiale im Café bei der Sparkasse ist geschlossen worden.

In Pullach geht die Post ab. Allerdings nicht in dem Sinn, dass viel los wäre in der Isartalgemeinde. Sondern, ganz wörtlich: Die Post-Filiale im Café bei der Sparkasse hat dichtgemacht. Und wird wohl so schnell beziehungsweise: gar nicht mehr wiedereröffnen. 

Eine unkomfortable Situation für die Postkunden vor Ort. Wer momentan ein Päckchen aufgeben will am Isarhochufer, muss dafür in den Edeka gehen in Höllriegelskreuth. Dort hat die Post einen Ersatz-Schalter eingerichtet, ein zweiter Schalter soll im November auch für Postbankkunden aufmachen. „Von einem Tag auf den anderen“, meinte Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) bei der Fragestunde im Gemeinderat, habe die Filiale Anfang der Sommerferien die Schotten dichtgemacht. Offenbar haben sich der Betreiber des Cafés, in dem die Postdienste während der vergangenen Jahre angeboten worden sind, und die Post-Verantwortlichen überworfen. „Die finden auch nicht mehr zusammen.“ 

Auf Nachfrage sagte dazu Post-Pressesprecher Klaus-Dieter Nawrath: „Aus betrieblichen Gründen haben wir die Kooperation mit unserem Partner dort gekündigt.“ Mehrfach hat sich die Rathauschefin inzwischen eingesetzt dafür, dass so schnell wie möglich wieder eine Filiale öffnet in der Ortsmitte. „Ich habe insistiert, dass wir die Zweigstelle unbedingt erhalten wollen.“ Die Gemeinde habe, berichtete sie, sogar schon erwogen, selbst eine Niederlassung zu betreiben, allerdings: „Das ist eher ein Draufzahlergeschäft“, und: Man habe in der Verwaltung auch so schon genug zu tun. Trotzdem habe sie sich die Bedingungen, unter denen eine Filiale zu betreiben ist, für alle Fälle mal erläutern lassen. 

Derweil kam heraus bei der kurzen Diskussion, die Arnulf Mallach von der SPD angestoßen hatte, dass sich im Gemeinderat keine der Fraktionen mit der provisorischen Mini-Post im Supermarkt zufrieden geben will. Parteikollege Odilo Helmerich ergänzte: „Der Schalter im Edeka hilft uns nicht weiter. Wir müssen drauf beharren, dass wir eine Niederlassung im Ort haben.“ Im Notfall müsse die Gemeinde eben ein Grundstück bereitstellen für ein neues Post-Gebäude. Schließlich sei die Post, das hatte auch schon Arnulf Mallach so formuliert, „im Gewerbegefüge der Gemeinde ein entscheidender Punkt. Wenn die weg ist, ist das ein Sargnagel für die Ortsmitte.

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