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Um diesen Platz ringen Fußballer, Leichtathleten und Schule: Jetzt hat der Gemeinderat entschieden, was aus dem Hartplatz an der Grundschule werden soll.

Entscheidung über Zukunft des Hartplatzes an der Grundschule

Mit harten Bandagen

Sauerlach – Im Kampf um die zukünftige Nutzung des Hartplatzes an der Friedrich-von-Aychsteter-Grundschule wünschen sich die Fußballer des TSV Sauerlach einen Kunstrasenplatz. Schule und Leichtathleten wollen das aber nicht. Im Gemeinderat fiel nun die finale Entscheidung, nach langer und hitziger Diskussion.

Ein einfacher Beschluss reichte nicht aus, um ein praktikables Gesamtpaket aller Anforderungen zu schnüren. Am Ende hatten die Fußballer das Nachsehen, der Verein Leichtathletik Sauerlach wie auch die Schule nicht. Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) zur Ausgangsposition: „Wir haben einen kaputten Hartplatz, der dringend saniert werden muss. Die Masten der Flutlichtanlagen waren so marode, dass das Areal gesperrt wurde“. Mittlerweile sei die Anlage abgebaut, um den Platz unter anderem für die 240 Kinder der Mittagsbetreuung offen zu halten. Die Fußball-Abteilung des TSV ist direkter Nachbar. Akute Trainingsplatznot ließ schon in den vergangenen Jahren den Wunsch nach einem eigenen Kunstrasenplatz wachsen. Im April vergangenen Jahres stimmte der Gemeinderat mit 9:9-Stimmen dagegen. Jetzt regte der Verein an, das Areal des Hartplatzes für ein Kunstrasen-Kleinfeld zu verwenden.

Im Kopf-an-Kopf-Rennen um die künftige Nutzung schrieb die Gemeinde die Nutzer des Platzes an: Schule, Mittagsbetreuung, Sportvereine. Die Antworten ließen nicht lang auf sich warten. Gegen einen Kunstrasen sprachen sich klar die Schulleitung und die Leichtathleten aus, letztere machten gar einen Termin im Rathaus. „Dann ist die Leichtathletik in Sauerlach tot“, hätten sie zu ihr gesagt, berichtete Bogner im Gremium. Auf Kunstrasen könnten sie nicht mit Stollen trainieren, so das Hauptargument. Seitens der Schule sei betont worden, dass die Schulkinder einen Hartplatz auf vielerlei Weise gebrauchen könnten, da dieser universeller sei als Kunstrasen.

Robert Lechner (CSU), selbst als Trainer der F2-Fußballjugend sowie der TSV-Bambini aktiv, warf ein: „Wenn wir dort einen Kunstrasenplatz hätten, würde das die Belegungszeiten der Mehrzweckhalle enorm entlasten“. Er sei in Sorge um die Zukunft des Vereins. Bogner indessen stellte eines noch einmal klar: „Es ist in erster Linie eine Schulsportanlage, der TSV hat nur die Nutzungsmöglichkeit“. „Die Antwort der Schule ist die wichtigste Rückmeldung“, urteilte Gemeinderat Markus Hoffmann (CSU). Er sei dafür, den Hartplatz herzurichten und einen neuen Fußballplatz an anderer Stelle zu suchen. Einen weiteren Aspekt sah noch Barbara Bogner: „Wenn wir dort Kunstrasen machen, bräuchten wir wieder Flutlicht“. In Folge werde bis 22 Uhr gespielt werden, was wiederum Ärger mit den Anwohnern provoziere. In nächster Nähe entstehen derzeit Neubauten. Aber, so Bogner weiter, werde in den Verträgen bereits grundsätzlich darauf hingewiesen, dass Lärm vom Sportplatz hier zu dulden sei. Letztendlich votierten die Gemeinderäte mit 12:6 für die Sanierung des Hartplatzes. Mit 9:9-Stimmen war in Folge auch eine neue Flutlichtanlage vom Tisch. Weiterhin beschloss das Gremium mehrheitlich, 70 000 Euro im Haushalt bereitzustellen.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es für den TSV aber noch. „Wir haben alle Grundstücksbesitzer ringsherum angeschrieben, vielleicht gibt es für die Fußballer noch eine Option“, sagte Bogner.

Kathrin Kohnke

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