Probleme bei Umbauarbeiten

Ärger mit den Wasserleitungen

Schäftlarn - Bei den Umbauarbeiten in der Münchner Straße in Schäftlarn haben sich Probleme mit den Wasserleitungen ergeben. Der Grund dafür ist das zukünftige Straßenniveau, das etwas niedriger als jetzt sein wird. „Nun mussten sechs Hydranten, zwölf Streckenschieber und etwa 30 Hausanschlüsse um neun bis 15 Zentimeter abgesenkt werden“, erklärte Werksleiter Wolfgang Sacher im Bauausschuss.

„Es muss mit Kosten von 30 000 Euro bis 35 000 Euro gerechnet werden, die die Gemeinde übernehmen muss. Eine Senkung des Straßenniveaus wurde im Vorfeld der Planungen dem Spartenträger nie mitgeteilt.“ 

Doch das ist nicht alles: Bei den Bauarbeiten sind Schäden an den bestehenden Kanalschächten entstanden, und zudem wurden zwei Hausanschlüsse abgerissen. „In einem Fall hat der Bagger die Leitung erwischt und angezogen“, gibt Bauamtsmitarbeiter Edwin Schrott auf Anfrage Auskunft. „Dadurch hat die Verbindung zur Wasseruhr gelitten, sprich, sie war nicht mehr dicht.“ 

Auch im zweiten Fall wurde der Schaden innerhalb von ein paar Stunden behoben. Doch was ist der Grund, dass so etwas überhaupt passieren kann? „Die Wasserleitungen liegen relativ hoch, und es gibt höhenmäßig keine genauen Lagepläne. Da kann das schon einmal passieren“, so Schrott weiter. „Vor dem Einbringen der Deckschicht müssen nun hier der komplette Kanal gespült und das Pumpwerk gereinigt werden“, sagte Sacher. Durch den Abbau der Abdeckungen konnten Sand und kleinere Steinchen eindringen, die so wieder entfernt werden. „Anschließend werden die Wasserhausanschlüsse und die Hauptwasserleitungen auf Dichtung, die Hydranten und Schieber auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft.“ Die Kosten hierfür sind vom Straßenbauamt zu tragen. 

Zudem meldet die Werksleitung hinsichtlich der frostsicheren Überdeckung der Leitungen und Hausanschlüsse Bedenken an. „Diese liegen bei 120 Zentimeter bis 140 Zentimeter. „Das ist nicht mehr der Fall und könnte später zum Problem werden.“ Doch es gibt auch Positives: „Im Bereich Wasser können die Kosten für die Gemeinde um zwölf Prozent verringert werden.

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