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Neue Ehrenbürger und ukrainische Delegierte: (v.l.) Roman Pasitschnyk (Geschführer der Wohltätigkeitsstiftung Pidkam), Erhard Hoppe, Igor Krieziv, Viktoria Sidorowa, Uljana Weiltschuk, Maria Reitinger, Bogdan Ukrainez, Frank Dopfer und Bürgermeister Matthias Ruhdorfer.

Besuch aus der Partnergemeinde

Schäftlarner werden ukrainische Ehrenbürger

Schäftlarn - Eine besondere Ehre verlieh Pidkamins Zweiter Bürgermeister Bogdan Ukrainez beim offiziellem Empfang im Rathaus der Gemeinde Schäftlarn: Er ernannte Maria Reitinger, Viktoria Sidorowa, Frank Dopfer und Erhard Hoppe zu Ehrenbürgern seiner Heimatstadt.

„Unser Gemeinderat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen“, sagte Bogdan Ukrainez beim Empfang im Rathaus. Der Zweite Bürgermeister erinnerte an die Initiative für den leukämiekranken Nazar Molinskij, bei der unter der Federführung der neuen Ehrenbürger Pidkamins rund 85 000 Euro an Spenden gesammelt wurden. Geld, dass eine Transplantation in Verona möglich machte (wir berichteten). „Dank ihrer und der Hilfe der Schäftlarner Bürger bekommt Nazar nun ein zweites Leben geschenkt.“ Nazar kommt nach Schäftlarn Der 14-Jährige wird übrigens – zusammen mit Schwester und Mutter – auf der Heimreise in die Ukraine für ein paar Tage Halt in der Isartalgemeinde machen. „Unser Herz ist für alle Bürger von Pidkamin geöffnet“, unterstrich Frank Dopfer, der sich ebenso wie Erhard Hoppe seit Jahren in der Osteuropahilfe engagiert. Erst vor Kurzem wurde ein neuer Aufruf gestartet, um möglichst viele Sachspenden auf den Weg in die Ukraine schicken zu können. „Zudem gab es Geldspenden - und wir freuen uns, dass wir Ihnen, Herr Ukrainez, nun 1500 Euro für wohltätige Zwecke in ihrer Gemeinde überreichen können.“ Als „Taufpatin“ der Freundschaft bezeichnet indes Hoppe die Osteuropahilfe. „Die ersten zarten Bande zwischen unseren Gemeinden wurden durch unseren verstorbenen Vorsitzenden Richard Dimbarth geknüpft - und nun herrscht hier ein Geist, der bewundernswert ist. Man kann sich aufeinander verlassen.“ Diesen Punkt nahm Dopfer in seinem Dank auf. „Hilferufe sind nicht irgendwo im Nichts verhallt, und Hände, die nationenübergreifend ausgestreckt worden sind, wurden ergriffen.“ Auch Schäftlarns Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) unterstrich die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Städten. „Der Austausch untereinander dient einem besseren Verstehen, wir können voneinander lernen.“ Das Gemeindeoberhaupt drückte diese Verbindung auch modisch aus: Waren Gäste und der Großteil der Schäftlarner zum Empfang in traditioneller ukrainischer Tracht erschienen, trug Ruhdorfer zusätzlich dazu ein bayerisches Gilet, das bestens mit dem bestickten Hemd harmonierte.

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