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Laubfrosch.

Im Ortskern

Der Weiher soll ein Blickfang sein

Straßlach - Die Gemeinde Straßlach-Dingharting will an ihrem Outfit feilen und plant eine Sanierung der Dorfweiher. Die ja schließlich Aushängeschilder sind.

Erster Schritt auf der Reise“, wie Bürgermeister Hans Sienerth (parteifrei) sich ausdrückte, ist das kleine Gewässer in der Muttergemeinde selbst, in Straßlach, gelegen zwischen einem weiteren Aushängeschild, dem Gasthof zum Wildpark, dem Maibaum und dem Rathaus. Das sich, wie herauskam bei der letzten Gemeinderatssitzung, in mittelgutem Zustand befindet und auf jeden Fall dringend ein „Flächen-Reinigungssystem“ und eine bewachsene Versickerungsmulde braucht, wie der bei der Sitzung zu Rate gezogene Landschaftsarchitekt Gerd-Michael Krüger meinte.

Auch im nördlichen und südlichen Uferbereich, erläuterte der Fachmann, sollten Areale neu bepflanzt werden, um zu verhindern, dass Schmutzwasser in den Weiher gelangt. Schön wäre dann weiter, im Dorfmittelpunkt von Straßlach noch Wasserpflanzen anzusiedeln, was allerdings ein wenig aufwendiger ist. Fürs Gesamtpaket wurden unterm Strich 87 000 Euro veranschlagt. Die der Gemeinderat so jedoch nicht einfach abnicken wollte. Sabine Hüttenkofer von den Grünen meinte, eventuell könne man Fördergelder generieren. Sie sprach sich für die Maßnahme aus – im Weiher ist jetzt auch ein Laubfrosch ausgemacht worden. Und der hat, so der Tenor, auch ein Recht auf einen gepflegten Lebensraum.

Ähnlich dachte Peter Schneider, UWV, der sagte: „Wir sollten unternehmen, was nötig ist.“ Noch nie habe der Weiher in Straßlach ausgesehen wie ein Weiher nun mal aussehen sollte. Auch seine Fraktionskollegin Gertraud Schad meinte: „Der Weiher soll nicht irgendein Tümpel sein, sondern ein Blickfang. Ich will, dass er schön wird und schön bleibt.“

Dagegen sprach sich Florian Zweckinger (CSU) aus, dem die 87 000 Euro einfach zuviel Geld waren. „Nix für ungut, aber die Summe ist der Weiher nicht wert. Ich werde auf jeden Fall dagegen stimmen“, kündigte er an.

Sienerth fand zwar: „Wenn man so ein Gewässer haben will, das kostet halt auch.“ Und: „Die Sanierung ist eine Investition für die Zukunft.“ Aber vorsichtshalber wurde die Entscheidung noch einmal verschoben. Bis man Kontakt auch mit dem Bund Naturschutz aufgenommen hat. Und genau weiß, ob Fördermittel in Anspruch genommen werden können. Und dann? Wird die Gemeinde, wie sich das anhörte, auch noch ihre Weiher in Großdingharting und Ebertshausen überprüfen. Der in Großdingharting ist mit einer Folie ausgestattet und sieht momentan eher trüb aus. Modrig, auch veralgt, wie Sabine Hüttenkofer meinte. „Auch hier ist Pflege nötig.“

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