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Voller Gefühl: Den Klassiker „Viva la mamma“ singen Franca Morgano und Joyello im Duett.

Italo-Pop-Night im Ritter-Hilprand-Hof

Künstlerisch ein voller Genuss

Taufkirchen - Nostalgisch, romantisch und vor allem rockig ging es zu beim Auftritt von Franca Morgano im Taufkirchner Ritter-Hilprand-Hof. Am Ende wollte das Publikum die Sängerin gar nicht von der Bühne lassen.

Nostalgisch, romantisch und vor allem rockig ging es zu beim Auftritt von Franca Morgano im Taufkirchner Ritter-Hilprand-Hof. Über zwei Stunden rief sie mit ihrem Duett-Partner Joyello und ihrer Band die Erinnerung an Urlaub an italienischen Stränden wach. 

So verlängerte Franca Morgano die schönsten Wochen eines Jahres mit Klassikern von Eros Ramazotti, Umberto Tozzi oder Gianna Nannini. Für die überwiegend weiblichen Besucher wurde es ein unvergesslicher Abend. Nicht in Stuhlreihen, sondern an Tischen platzierten sich erwartungsvoll die Zuhörer und konnten so die Chance nutzen, sich bereits vor den ersten Akkorden mit Essen und Wein aus Italien stilecht und kulinarisch einzustimmen. Irgendwie war es wie in den Ferien in südlichen Breiten.

Über den Köpfen schwebte auf der Bühne eine Discokugel mit der der Zauber der 1970er Jahre wieder lebendig, und der Saal zu einer Großraumdisco wurde. Den Auftakt übernahm Joyello, der als Anheizer den Boden für Morgano bereitete und sich mit einem zärtlich gehauchten „Ti amo“ sofort in die Herzen der Fans sang.

Viel Temperament, Leidenschaft und ein Feuerwerk von Emotionen brannte anschließend Morgano, die Frankfurterin mit italienischen Wurzeln, ab. Eine schwarze Lederhose, weißes Jackett (nach der Pause im roten Jackett) und Kurzhaarfrisur – so tobte sie bei „Quando Quando“ über die Bühne, musste bei „Azzurro“ nicht lange zum Mitsingen bitten. „Es darf auch getanzt werden“, ermunterte Morgano. Soweit kam es nicht, aber aufstehen, die Arme begeistert nach oben strecken und im Takt schwenken, das ließen sich einige Fans dann doch nicht nehmen.

 Der musikalische Höhepunkt war die Rockballade „Caruso“. Hier zeigte Morgano ihr gesamtes sängerisches Können, begann langsam und leise, interpretierte wie eine Opernsängerin eine Arie, kehrte die tiefsten Gefühle nach außen, steigerte das Tempo und die Intensität bis zum furiosen Ende, das an die Rockband Queen erinnerte. Begeisterten Applaus bekam auch Joyello, der beeindruckend bewies, dass er auch die höchsten Töne beherrschte und diese fast minutenlang halten konnte. 

So wurde der Abend mehr als nur ein Ausflug in die italienische Hitparade. Der Auftritt war auch künstlerisch ein voller Genuss, mehr und stärker als von vielen erwartet. Unterstrichen wurde das Erlebnis noch von der Band, die mehr als nur instrumentale Begleiter waren und mehr als nur den Teppich legten, auf dem sich Morgano und Joyello entfalten und glänzen konnten. So war es kein Wunder, dass ohne Zugaben die Akteure nicht die Bühne verlassen durften.

Siggi Niedergesäss

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