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Ungewiss: die Zukunft der Grundschule.

Taufkirchens Gemeinderat vertagt Entscheidung 

Neue Idee für die Grundschule

Taufkirchen – Plötzlich gibt's Plan D: einen Ersatzbau auf dem Sportgelände neben der Schule. Das ging dem Gemeinderat zu schnell. Er vertagte die Entscheidung zur Zukunft der Grundschule. Doch die Zeit drängt.

In einer eigens einberufenen Sondersitzung des Gemeinderats wurde über Varianten zur Sanierung und Erweiterung heftig diskutiert. Von vier Lösungsmöglichkeiten sind nun nur noch zwei auf dem Tisch. 

„Wir halten eine bauliche Erweiterung der Schule nicht für sinnvoll“, erläuterte Architekt Peter Schwinde, der mit der Planung des Vorhabens beauftragt worden war. Gemeinsam mit Jörg Hitzler vom gleichnamigen Ingenieurbüro war er zur Sondersitzung gekommen. Eine klare Richtung vertreten beide: Hinsichtlich der geplanten Sechszügigkeit kommt ihrer Meinung nach nur ein Neubau in Frage. Das Aus für zwei der bislang diskutierten Varianten. 

Ein sukzessiver Neubau mit Teilabriss der alten Schule war bislang mit rund 31,5 Millionen Euro veranschlagt worden. Diese Option ist weiter im Rennen. „Auf bestehendem Grund wird das alte Gebäude in drei Bauabschnitten rückgebaut“, erläuterte der Architekt auf Anfrage die Details. Die Sporthalle würde zunächst abgerissen, um Platz für den ersten Bauteil zu schaffen. „Die ganze Zeit bleibt die Schule dabei am Laufen, in einer Art Mischbetrieb zwischen Alt und Neu“, sagt Schwinde. Am Ende, nach etwa dreijähriger Bauzeit, stünde ein Dreizack-Gebäude, das der Grundstückslinie folgt.

Im Ärmel hatte der Architekt noch eine vierte Variante, die, wie er betonte, „planerisch noch nicht bearbeitet ist“. Diese sieht einen Ersatzbau auf dem benachbarten Sportgelände vor. Dort könnten die Grund- und Musikschule sowie eine neue Dreifach-Sporthalle entstehen. Die Fläche sei dafür geeignet. Diese Lösung bietet jedoch Konfliktpotenzial, weil nicht nur die Grund-, sondern auch Mittelschule und Vereine das Gelände nutzen. 

Der Clou bei diesem Plan wäre eine neue Sporthalle. Die könnte sich ersten Ideen zufolge komplett unter der Schule befinden. „Das alte Gelände steht dann zur Disposition und könnte eventuell für die Refinanzierung dienen“, erläuterte Schwinde. Dies bedürfe jedoch einer politischen Entscheidung, auch ein Bebauungsplan müsse dann aufgestellt werden. 

Für das alte Schulgebäude gibt es bis 2020 aufgrund des schlechten Brandschutzes nur eine geduldete Nutzung. Diese Tatsache setzt das Projekt unter Zeitdruck. Auch bei der Art und Höhe der Fördermöglichkeiten sind noch viele Fragen offen. 

„Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln, ein zielorientiertes Konzept ist gefragt, gerade in der Finanzierung“, forderte Eckhard Kalinowski (Freie Wähler). „Die Neubauvariante auf dem Sportplatzgelände ist meines Erachtens die Beste“, sagte Alfred Widmann (SPD), der die Sitzung stellvertretend für Ullrich Sander (parteilos) leitete. „In diesem Fall ist aber der Sportplatz weg“, äußerte Renate Meule (ILT) Bedenken. Michael Lilienthal (Freie Wähler) hingegen zeigte sich von der kurzfristig eingebrachten Variante überrascht. Dies sei eine weitreichende Entscheidung. Er bat daher um mehr Bedenkzeit – und stellte einen Antrag auf Vertagung. Unterstützt wurde dieser von David Grothe (Bündnis 90/Grüne). Eine Mehrheit von 13 Gemeinderäten stimmte für die Vertagung.

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