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Mit blinder Zerstörungswut haben sich die Täter Zutritt verschafft.

Pappelstraße in Taufkirchen

Und wieder wüten Vandalen

Taufkirchen  - Wieder Vandalismus, wieder in der Pappelstraße in Taufkirchen: In der Nacht auf Freitag haben Unbekannte im Notquartier des Kindergartens St. Johannes gewütet.

Für das Personal des Kindergartens St. Johannes der Täufer war es ein Schock. Als die Mitarbeiter am Freitagfrüh um kurz vor sieben Uhr die Räume im Untergeschoss und im ersten Stock aufschließen wollten, bot sich ihnen ein Bild der Zerstörung. In der Nacht hatten sich Unbekannte über die Fluchttreppe und das Einschlagen einer Tür Zugang zum Gebäudes verschafft – und danach großflächig in den Räumen an der Pappelstraße 2 gewütet.

Betroffen ist der Kindergarten, aber auch die Großtagespflege der Nachbarschafshilfe im Erdgeschoss. „Allerdings sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt Carena Kühn, die eine Gruppe dort leitet. „Richtig schlimm hat es den Kindergarten erwischt.“

Am Freitag war im gesamten Haus kein Betrieb möglich. Für den Kindergarten St. Johannnes musste der Träger kurzfristig eine Ersatzbetreuung organisieren. Die Kinder der Großtagespflege sind seit gestern interimsmäßig im Stammhaus „Am Ahornring“ untergebracht.

Die Spurensicherung rückte gleich am Freitagmorgen an. Derzeit laufen die Ermittlungen im Kommissariat 52 – dort, wo vor knapp einem Jahr auch zum Einbruch an der Grundschule ermittelt wurde. Der Täter von damals sitzt derzeit in Haft.

Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei) war am Freitag ebenfalls direkt vor Ort. Gestern dann besichtigten Kämmerer Jan Modrzinksi und ein Sachverständiger der Allianz die Schäden. Von „50 000 bis 60 000 Euro Schadenssumme, überwiegend durch Vandalismus“, spricht der Kämmerer. Aufgebrochene Türen und Schränke, zerborstenes Sicherheitsglas, mit Farbe beschmierte Fußböden. „Es ist ein ähnliches Schadensbild wie 2015 an der Grundschule“, sagt Modrzinksi. „Allerdings entspricht der Schaden vom Umfang her glücklicherweise nur etwa 25 Prozent.“

Die Täter haben sich beim Randalieren offenbar verletzt. In der Großtagespflege wurden aufgerissene Verbandskästen gefunden, zudem hat die Polizei Blutspuren sichergestellt. „Alles, was mit Blut in Berührung gekommen ist, tauschen wir natürlich aus, um die Hygiene zu garantieren“, betont Modrzinski. Seit gestern Mittag laufen die Reinigungsarbeiten an der Pappelstraße 2. Morgen soll der Betrieb wieder starten.

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