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Spektakuläre Platzierung: Die neue Turbine wird mit einem Kran am Isarwehr in Baierbrunn eingesetzt. Und für die Fische wird eine Rampe eingebaut. Eine Rampefür die Fische

Turbine im Wasserkraftwerk Baierbrunn eingehoben

23 Tonnen am Haken

Baierbrunn – Millimetergenau am Haken eines Autokrans ist mit der neuen Turbine gestern das Herzstück des neuen Wasserkraftwerks in Baierbrunn eingehoben worden.

Die Bayernwerk Natur GmbH wird die 23 Tonnen schwere Turbine nach der Inbetriebnahme ab dem kommenden Jahr einsetzen, um die Energie der Isar als Strom umweltfreundlich und regional nutzbar zu machen.

Die spektakuläre Platzierung und Befestigung der 23 Tonnen schweren Turbine im Beisein des Amtschefs des Bayerischen Umweltministeriums, Christian Barth, war nach rund 30 Minuten erfolgreich abgeschlossen.

Nach den technischen Prüfungen soll Anfang Februar erstmals Wasser durch die Turbine fließen und regenerativen Strom erzeugen. Die hochmoderne Turbine trägt die Bezeichnung VLH. Das steht für Very-Low-Head. „Dieser Turbinentypus kann die vergleichsweise niedrige Fallhöhe an der Stelle energetisch optimal ausnutzen und ist besonders fischverträglich, da sich die Schaufelräder vergleichsweise langsam drehen und ihr Abstand zueinander relativ groß ist“, erklärt Alexander Fenzl, Geschäftsführer der Bayernwerk Natur. Außerdem kann die gesamte Turbine im Bedarfsfall nach oben aus dem Wasser geschwenkt werden, um etwa den Weitertransport von Kies zu ermöglichen. Die Turbine wird jährlich rund 1,8 Millionen Kilowattstunden Strom aus der Kraft der Isar erzeugen. Diese Strommenge ist rechnerisch ausreichend, um den Strombedarf von etwa 700 Haushalten zu decken.

Die Gesamtprojektleitung und später den Betrieb der Anlage hat die Uniper Kraftwerke GmbH inne, die schon heute das Wehr Baierbrunn und die Kraftwerke an der oberen Isar betreibt. Künftig werden zwei unterschiedliche Bauwerke das bestehende Wehr ergänzen: Eine sogenannte Raue Rampe und ein Raugerinne-Beckenpass. Dazu erklärt Klaus Engels, Leiter der Uniper-Wasserkraft: „Zu unseren Zielen gehört, die Isar an dieser Stelle wieder für Wasserlebewesen passierbar zu machen und damit deutlich zu unterstreichen, dass Wasserkraft-Nutzung und Ökologie nicht im Widerspruch zueinanderstehen.“

Die Raue Rampe ist eine schräge Fläche mit 40 Metern Breite und 115 Metern Länge. Sie macht es möglich, dass Fische den Höhenunterschied des Wehrs überwinden können. Zudem ergänzt ein Raugerinne-Beckenpass die Durchgängigkeit. Uniper Kraftwerke investiert hier rund zwei Millionen Euro. Die Fische haben nun 19 Kilometer mehr Lebensraum.

Das Projekt wird mit einem Fischmonitoring vom Landesamt für Umwelt und der Technischen Universität München begleitet. Teile des 5,5-Millionen-Euro-Projekts werden über die neu gegründete Wasserkraft Baierbrunn GmbH finanziert. Bei der sich Bayernwerk. Es ist angedacht, dass sich auch Kommunen und Bürger an dem Kleinwasserkraftwerk beteiligen können. 

(mm)

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