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Zum Spaten als symbolischem Baustart greifen (v.l.) Jahnschul-Rektorin Ursula Löwe und ihre Stellvertreterin Angelika Fischer, Bürgermeist er Wolfgang Panzer, Susanne Schweizer vom Bauamt, Architekt Martin Goldbrunner und der CSU-Fraktionsvorsitzende Richard Raiser.

Jahnschule Unterhaching

Sportlicher Zeitplan für Satelliten-Anbau

Unterhaching - Ein bisschen Erde flog durch die Kluft, die Sonne strahlte dazu - an der Jahnschule in Unterhaching erfolgte der Spatenstich zur Erweiterung.

Die Zeit drängt. Das Gymnasium braucht Platz, die Mittagsbetreuung ebenfalls, die Grundschule an der Jahnstraße sowieso. Dort soll ein „Satellitengebäude“ all diese Platzprobleme lösen, und zwar möglichst schnell. Gestern erfolgte er offizielle Spatenstich.

„Für uns“, sagt Ursula Löwe, die Rektorin der Unterhachinger Jahnschule, „bedeutet das eine deutliche Entlastung.“ 410 Schüler in 19 Klassen, ab dem Schuljahr 2017/18 sollen es sogar 20 sein, lassen die Jahnschule aus allen Fugen platzen. Ein Musikzimmer gibt es nicht mehr (weil zum Klassenraum umfunktioniert), spezielle Förderangebote finden teils auf den Gängen statt, und damit sich die derzeit 16 Lehramtsanwärter zu Besprechungen treffen können, müssen externe Räume angemietet werden.

Höchste Zeit also, etwas zu tun gegen die Raumnot, Weshalb gestern Ursula Löwe und ihre Stellvertreterin Angelika Fischer liebend gern zum Spaten griffen, Erde in die Luft warfen und damit den Baubeginn für die Erweiterung starteten. Passend dazu strahlte die Sonne – wie die beiden Damen.

Wobei, ein bisschen gedulden muss sich die Jahnschule noch. Erstens ist der Zeitplan, den Satelliten-Bau entlang des Ballfangzauns an der Schulstraße mit sechs zusätzlichen Klassenzimmern bis zum 1. April 2017 bezugsfertig zu machen“, extrem sportlich“, wie Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) einräumt. Zweitens wird dann, sofern alles planmäßig klappt, erstmal das Gymnasium für die Zeit bis zu den Sommerferien in den ausgelagerten Anbau einziehen. Weil im Lise-Meitner-Gymnasium Fenster ausgetauscht werden und eine Schadstoffsanierung stattfindet. Drei bis vier Räume wird das Gymnasium benötigen, die jetzt überall verteilte Mittagsbetreuung der AWO den Rest. Man spürt: Es pressiert.

Dass es nur drei Wochen dauerte statt der sonst durchschnittlichen sechs Monate, bis die Baugenehmigung vorlag, wertet Panzer als „starke Unterstützung durch den Landkreis München“. Inwieweit der sich noch an den Baukosten von 2,2 Millionen Euro beteiligt, wird momentan verhandelt. Ungeachtet dessen hofft Panzer, Schülern und Lehrkräften bald bessere Rahmenbedingungen bieten zu können: „Die Architekten haben gesagt, es ist machbar bis April.“ Und wenn, beispielsweise wetterbedingt, etwas schiefgeht? „Qualität geht vor Schnelligkeit“, sagt Panzer. „Wenn es 14 Tage später wird, verkraften wir das schon.“

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