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Bilder wie diese wollen die Olympia-Gegner in München 2022 verhindern

Was wollen die Bürger?

Olympia-Gegner: Zuversicht vor Bürgerentscheid

München - Voller Zuversicht sehen die Olympia-Gegner dem Bürgerentscheid am 10. November um eine Münchner Bewerbung für die Winterspiele 2022 entgegen.

„Nein zu Schuldenbergen, zu Naturzerstörung, zu IOC-Knebelverträgen und einer Mietpreis-Explosion!“ So steht es auf den Plakaten, die die Münchner Olympia-Gegner gestern vorgestellt haben. Eine Woche, nachdem die Befürworter aus Wirtschaft und Sport ihre Kampagne für die Winterspiele 2022 gestartet haben, machen jetzt auch die Gegner mobil. Und sie sind zuversichtlich, wie einst David den Goliath zu schlagen.

Bürgerentscheid zu Olympia 2022: Das müssen Sie wissen

Wer kann die Bürger überzeugen, am 10. November beim Bürgerentscheid für oder gegen die Münchner Bewerbung zu stimmen? Das Bündnis NOlympia, in dem neben den Grünen, der ÖDP und der Linken auch der Bund Naturschutz, der Landesbund für Vogelschutz sowie die Mieterschützer der Aktionsgruppe Untergiesing vertreten sind, besteht noch seit der letzten Olympiabewerbung für 2018. „Es hat sich nie aufgelöst. Es hat im Stillen weiter existiert und wird jetzt wieder neu belebt“, so die Sprecherin und Münchner Grünen-Vorsitzende Katharina Schulze (28) gestern bei der Vorstellung der neuen Anti-Olympia-Kampagne. Die Voraussetzungen sind nicht einfach: Bislang hat NOlympia ein Budget von 35 000 Euro, dem steht rund eine Million an Werbemitteln gegenüber, mit denen die Olympiabefürworter klotzen können. Die haben schon 12 500 Plakate in der Stadt aufgestellt, die Gegner können sich gerade mal 250 Plakate leisten.

Christian Hierneis, Vorsitzender des Bundes Naturschutz in München, bemängelt außerdem: „Die Stadt hat, finanziert mit Steuermitteln, mit den Wahlunterlagen eine völlig einseitige Begründung mitgeschickt, die nur die angeblichen Vorteile von Olympischen Spielen aufzählt und auch noch einen Werbeflyer dazu gesteckt.“ Jetzt wollen die Olympia-Gegner mit ihren Flyern per Hauswurfsendung dagegen halten. „Außerdem werden wir auf Infoständen mit den Bürgern über unsere Argumente diskutieren“, so Katharina Schulze. Haben die Gegner eine Chance? Schulze: „Warum nicht? Auch den Startbahnentscheid haben die Gegner gewonnen.“ Weitere Infos der Oly-Gegner im Netz: www.nolympia.de.

J. Welte

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