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Stadt plant größeren U-Bahnhof für die Wiesn

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U-Bahnhof Theresienwiese Oktoberfest München
Nichts geht mehr: Der U-Bahnhof "Theresienwiese" muss zu Wiesn-Zeiten regelmäßig wegen Überfüllung geschlossen werden - nun soll er vergrößert werden. © Michael Westermann

München - Die Stadt München plant eine Erweiterung des U-Bahnhofs Theresienwiese auf vier Gleise. Zur Wiesn erreichen bis zu 20.000 Menschen pro Stunden den Standpunkt - regelmäßig muss er gesperrt werden.

Derzeit, während der Wiesn, erreichen bis zu 20.000 Menschen den U-Bahnhof – pro Stunde. Regelmäßig wird er wegen Überfüllung gesperrt, im vergangenen Jahr 122 Mal.

Der Stadtrat fasste am Mittwoch einen entsprechenden Beschluss. Hintergrund der Entscheidung ist die Verlängerung der U5 vom Laimer Platz bis zum Bahnhof Pasing. Das Lieblingsprojekt der Münchner CSU war im Juli einstimmig im Stadtrat verabschiedet worden. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) befürchtet nun, dass es durch die Verbindung am U-Bahnhof Theresienwiese während der Wiesn zu „massiven Überlastungssituationen“ kommen könnte. Statt mit der S-Bahn bis zur Hackerbrücke oder zum Hauptbahnhof zu fahren, dürften Oktoberfest-Besucher, die von Westen anreisen, in Pasing in die neue U-Bahn umsteigen, da diese weit kürzere Wege zum Festgelände böte. Dies hätte laut MVG zur Folge, dass am U-Bahnhof Theresienwiese während der Wiesn aus zwei Richtungen brechend volle Züge halten.

„Querende Fahrgastströme in dieser Menge kann der Bahnhof nicht aufnehmen. Die Leistungsfähigkeit wäre nicht mehr gegeben“, sagte MVG-Sprecher Matthias Korte unserer Zeitung. Ein viergleisiger Ausbau des Bahnhofs sei aus Sicht der MVG „eine zwingende Konsequenz“. Dieser Ansicht ist auch Wiesn-Chef und 2. Bürgermeister Josef Schmid (CSU). Mit Blick auf die Erreichbarkeit des Oktoberfestes sei eine Ertüchtigung erforderlich. 

Aber nicht nur deshalb. „Auch im Zuge der geplanten U-Bahnlinie 9 muss man den Bahnhof erweitern. Nur für 16 Tage Oktoberfest soviel Geld in die Hand zu nehmen, das kann man dem Steuerzahler nicht vermitteln.“ Die U9-Spange soll im Korridor Implerstraße – Theresienwiese – Hauptbahnhof – Pinakotheken – Münchner Freiheit auf sechs Kilometern Länge verlaufen und die Linien U2 und U3/6 entlasten. Der Stadtrat beschloss gestern, die Planungen für die U9-Spange zu vertiefen. Den Spatenstich für die Verlängerung der U5 bis Pasing will Schmid bis 2020 setzen. Der Bau der 3,7 Kilometer langen, unterirdischen Trasse soll 550 Millionen Euro kosten.

Alles zu den Nahverkehrskonzept-Plänen der Stadt lesen Sie in der Donnerstagsausgabe im Münchner Merkur.

ul

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