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Das alte Quartier der Burschenschaft an der Möhlstraße hat ausgedient.

Thema im Bezirksausschuss

Burschenschaft in Schwabing: Wenig Begeisterung über neue Nachbarn

München - Die Studentenverbindung Danubia, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, ist von Bogenhausen nach Schwabing-Freimann gezogen. Dort sind viele unglücklich über die neuen Nachbarn, das beschäftigt auch den Bezirkssauschuss.

Eine Villa direkt an der U-Bahn-Station Dietlindenstraße ist das neue Zuhause der schlagenden Studentenverbindung Danubia. Das Gebäude an der Potsdamer Straße wird künftig als Sitz der Burschenschaft dienen, die bisher an der Möhlstraße in Bogenhausen residierte.

Nicht alle dürften glücklich sein über die neuen Bewohner des Viertels. Denn der Burschenschaft Danubia München werden immer wieder allzu enge Verbindungen zur rechten Szene nachgesagt. Die Aktivas, der Verbund der studierenden Mitglieder der Burschenschaft, wird seit 2012 vom Verfassungsschutz als rechtsextreme Organisation beobachtet.

Bereits im April dieses Jahres hat die 1848 gegründete Burschenschaft ihr altes Anwesen in Bogenhausen verkauft. Der Umzug ins neue Domizil in Schwabing erfolgte vor einigen Wochen.

Seitdem die Umzugspläne bekannt geworden sind, ist der angemessene Umgang mit den neuen Nachbarn immer wieder ein Thema im nun zuständigen Bezirksausschuss Schwabing-Freimann. In der jüngsten Sitzung des Gremiums kam das Thema erneut zur Sprache.

„Natürlich sollten wir uns Gedanken machen, aber wir sind auch nicht die Oberaufseher des Viertels“, kommentierte der Vorsitzende des Stadtteil-Gremiums Werner Lederer-Piloty (SPD) den Unmut der Lokalpolitiker. Janne Weinzierl (SPD), Rechtsextremismus-Beauftragte des Bezirksausschusses, wies trotzdem darauf hin, dass es bereits erste Sachbeschädigungen und Ruhestörungen im Umkreis des Gebäudes gegeben habe.

Diesen Sachverhalt bestätigte ein Vertreter der Polizei. Seinen Ausführungen zufolge handelte es sich bei den angesprochenen Sachbeschädigungen größtenteils um gegen die Burschenschaft gerichtete Wandschmierereien, deren Urheber man im politisch linken Spektrum zu vermuten habe.

Trotzdem arbeitet der Bezirksausschuss derzeit an einem Flugblatt, das die Bewohner des Viertels über die Burschenschaft informieren soll. Nach der nächsten Sitzung des Gremiums im Oktober soll dieses Flugblatt in der Nachbarschaft der Danubia-Villa verteilt werden. Bis dahin, so kündigte BA-Vorsitzender Lederer-Piloty an, wolle er auch den Dialog mit den Mitgliedern der Verbindung suchen.

Annika Schall

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