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Tunnelpläne am Englischen Garten: So könnte die Lösung eines Tages aussehen.

Freistaat gibt 35 Millionen Euro

Englischer-Garten-Tunnel: CSU-Minister verkünden Durchbruch

München - Der Freistaat Bayern wird 35 Millionen Euro beisteuern, sollte sich die Stadt für eine Verlegung des Isarrings in die Erde entscheiden. Dies haben die CSU-Minister Markus Söder (Finanzen), Ludwig Spaenle (Wissenschaft), Joachim Herrmann (Verkehr) sowie CSU-Bürgermeister Josef Schmid gestern verkündet.

Der Isarring soll endlich in die Erde verlegt werden: Diese Vision teilen Hermann Grub und Petra Grub-Lejeune (Mitte) von der Initiative „Englischer Garten“ sowie die CSU-Politiker (v.l.) Joachim Herrmann, Josef Schmid, Markus Söder und Ludwig Spaenle.

Insgesamt würde der 390 Meter lange Tunnel durch den Englischen Garten rund 125 Millionen Euro kosten. Die Finanzierungslücke von 90 Millionen Euro sollen die Stadt sowie private Spender schließen. Gleich nach der Sommerpause wird sich der Stadtrat mit dem Thema befassen. Dies habe er mit Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) abgesprochen, sagte Schmid, der den Englischen Garten als „das Naherholungsrefugium“ für die Münchner bezeichnete. Mit dem Bau des Tunnels betreibe man „Stadt-Reparatur“. Schmid betonte, dass ein Tunnel im Englischen Garten nicht in Konkurrenz zu den übrigen Tunnel-Projekten entlang des Mittleren Rings stehe. „Das ist kein Gegeneinander“, sagte Schmid vor allem in Hinblick auf den Landshuter-Allee-Tunnel, dessen Bau der Stadtrat voriges Jahr beschlossen hatte.

Ein lautes Stöhnen konnte Hermann Grub von der Initiative „Englischer Garten“ nicht unterdrücken, als Schmid den Zeitplan skizzierte. Der Bürgermeister geht davon aus, dass allein die Planung des Projekts bis zu sechs Jahre in Anspruch nehmen könnte.

Verkehrsminister Herrmann zufolge habe der Tunnel zwei entscheidende Vorteile. „Der großartige Englische Garten kann wieder zusammenwachsen, und wir lösen die aktuellen Verkehrsprobleme am Isarring ganz erheblich.“ So sei geplant, den Isarring durch den Tunnel am Englischen Garten auf drei Fahrspuren je Fahrtrichtung zu erweitern. „Damit beseitigen wir ein weiteres Nadelöhr.“ Markus Söder sprach von einem „historischen Moment für Bayern“. Die Narbe, die sich durch den Park ziehe, werde endlich beseitigt. Ludwig Spaenle verspricht sich von dem Projekt ein Ende der „Infarktsituation“ auf dem Ring.

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