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Unbekannte haben ausländerfeindliche Parolen an eine Wand der BOS im Hasenbergl geschmiert. 

Polizei ermittelt

Schule im Hasenbergl mit Nazi-Graffiti beschmiert

München - Unbekannte haben auf die Hauswand einer Schule im Hasenbergl rechtsradikale Graffiti gesprüht. Die Polizei ermittelt wegen einer politisch motivierten Tat. 

Unbekannte haben fremdenfeindliche Parolen großflächig an eine Wand der Städtischen Berufsoberschule (BOS) für Wirtschaft und Verwaltung an der Schleißheimer Straße (Hasenbergl) geschmiert. Schüler entdeckten die Parolen in schwarzer Schrift am Sonntag. Sofort informierte die Schulleitung die Polizei. Diese geht von einer politisch motivierten Tat aus. Der Staatsschutz ermittelt. Auch von der städtischen Fachstelle für Demokratie war bereits ein Mitarbeiter vor Ort.

Schulleiter Karl Henghuber berichtet auf Nachfrage, dass der oder die Unbekannten die Schmierereien in der Nacht von Samstag auf Sonntag an die Wand der Schule nahe dem „Mira“-Einkaufszentrums angebracht haben müssen. „In einer Art Gegenaktion wurden in der Nacht auf Montag die Parolen mit bunten Farben übersprüht“, erzählt Henghuber. Seiner Ansicht nach ist es kein Zufall, dass ausgerechnet die BOS an der Schleißheimer Straße zum Ziel dieser ausländerfeindlichen Schmierereien geworden ist. „Das hat eine Vorgeschichte. Unsere Schule setzt sich schon lange gegen Ausländerfeindlichkeit ein“, sagt Henghuber.

Am 14. April habe man beispielsweise einen Spendenlauf zugunsten von drei Flüchtlingsorganisationen veranstaltet. In den Osterferien wurden Schüler der BOS für Wirtschaft und Verwaltung im NS-Dokumentationszentrum mit dem „Mosaik-Jugendpreis – Mit Vielfalt gegen Rassismus“ ausgezeichnet. Dies ist ein gemeinsamer Preis der Städte Nürnberg und München zum Gedenken an die bayerischen Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Es werden Projekte ausgezeichnet, die sich gegen Rassismus und für einen respektvollen Umgang aller Menschen in der Stadt sowie für interkulturellen Dialog und Begegnung einsetzen. Unter anderem entwarfen die etwa 400 Schüler der BOS Flugblätter gegen Rassismus und halfen Flüchtlingen in der Bayernkaserne. Die BOS plant derzeit zudem, sich in „Nelson Mandela-Schule“ umzubenennen.

Der Schulleiter will nun so schnell wie möglich die Schmiereien entfernen lassen. „Auch wenn sie übersprüht sind, kann man die Hakenkreuze noch erkennen“, sagt er.

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