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Unter dem namen des Wiesn-Stadtrats Otto Seidl wurde ein rassistischer Tweet veröffentlicht. 

Rassistischer Tweet

Fake-Account bei Twitter: Will jemand Wiesn-Stadtrat Seidl schaden?

München - Skandal um den frisch gewählten Wiesn-Stadtrat Otto Seidl. Ein in seinem Namen geposteter rassistischer Tweet ist aufgetaucht. Doch Seidl wehrt sich dagegen.

Der fragliche Twitter-Post wurde bereits vor einem Jahr, am 12. Mai 2015, unter dem Nutzernamen @OttoSeidl veröffentlicht. Das Profilbild zeigt ein offizielles Foto des Christsozialen. Der Tweet besteht nur aus einem Bild: Es zeigt ein nacktes weißes Pärchen beim Strandspaziergang und einen gut bestückten schwarzen Mann - dazu der Text "Läufst Du gemütlich mit Deiner Frau am Strand, gibt's immer einen, der die Stimmung versaut...."

Für den Inhaber eines öffentlichen Amtes wäre so ein Tweet absolut inakzeptabel. Doch wer genauer hinschaut, sieht, dass ein blauer Haken fehlt, das Zeichen für einen verifizierten Account. Auch die niedrige Anzahl an Tweets deutet darauf hin, dass es sich um einen Fake-Account handelt. Das nimmt Otto Seidl nicht einfach hin: "Ich nutze Twitter überhaupt nicht!" stellt er in der Bild klar. Er habe bereits Strafanzeige bei der Polizei gestellt, wegen Identitätsdiebstahl und Rufschädigung. Der Wiesn-Stadtrat ist überzeugt, dass ihm jemand schaden möchte.

Nur vier Posts - in zwei Jahren

In der Tat: Die Twitter-Timeline von "@OttoSeidl" enthält nur vier Posts: Ein Foto von einer Feier des Zweiten Bürgermeisters Josef Schmid 2014, dass Seidl auch auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat, ein Tipp zu Spiel Deutschland gegen Brasilien bei der WM 2014 sowie ein Retweet von einem Post zum CSD in Frankfurt 2015. Der Account folgt Parteikollegen und anderen Personen aus Seidls Umfeld.

Seidl gilt als traditionsverbunden, soll viel in der Stadt unterwegs sein und gute Kontakte zu den Wiesn-Ausstellern haben. Ob sich da jemand einen bösen Scherz mit dem Wiesn-Stadtrat erlaubt hat, um ihm zu schaden? Es sieht ganz danach aus, dass jemand den neuen Wiesn-Stadtrat in ein schlechtes Licht stellen wollte - und das bereits vor einem Jahr. Kurz nach der Wahl am Montag zweifelten einige Stadtratsmitglieder an der Wahl.

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mm/tz

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