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US-Präsident Barack Obama prostet im bayerischen Krün mit einem Bier den Journalisten und Gästen zu (Archivbild vom 07.06.2015).

Schottenhamel lädt scheidenden US-Präsidenten ein

Kommt Barack Obama zur Wiesn 2017?

München - Folgt der scheidende US-Präsident Barack Obama der Einladung von Wiesnwirt Christian Schottenhamel und besucht im kommenden Jahr die Wiesn? Die Zeit dürfte jedenfalls haben.

Beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Sommer 2015 genoss US-Präsident Barack Obama Bier und Brezn zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel. Bayern scheint ihn nachhaltig beeindruckt zu haben: Bei seinem Abschiedsbesuch vergangene Woche in Berlin verriet der scheidende Präsident, dass er gerne als Privatmann einmal zum Oktoberfest nach München kommen würde. Wiesnwirt Christian Schottenhamel hat die Chance genutzt und verkündete gestern, Obama für kommendes Jahr in sein Zelt einzuladen. Wir fragten nach, wie er seine Chancen einschätzt, dass Obama wirklich kommt.

Gratulation, Herr Schottenhamel. Ein cleverer Schachzug mit der Einladung...

Ich hab’s im Fernsehen gehört, dass Obama gerne einmal aufs Oktoberfest kommen würde, hab mir aber erst nichts dabei gedacht. Jörg Ritter, ein Freund von mir, der bei Orrick & Partner arbeitet, eine großen amerikanischen Kanzlei, die sehr nah am Weißen Haus dran ist, hat gemeint: Du, Christian, ich hab’ die Adresse – warum laden wir ihn denn nicht ein? Und dann hab’ ich gesagt: Na gut, dann machen wir das halt gemeinsam. Das wär’ doch saulustig – vielleicht hat Obama ja wirklich Lust, aufs Oktoberfest zu kommen, wenn er das schon so öffentlich gesagt hat.

Ihr Bekannter hat die Einladung also direkt ans Weiße Haus adressiert?

Ja. Er hat das Schreiben wohl auch an das Vorzimmer von Frau Merkel geschickt. Und an Herrn Steinmeier.

Wie gut schätzen Sie Ihre Chance ein, dass Obama wirklich kommt?

Ich schätze den Präsidenten der Vereinigten Staaten, oder bald ehemaligen Präsidenten, so ein, dass er den Wunsch nicht nur geäußert hat, um was Nettes über uns Münchner zu sagen, sondern dass er auch wirklich den Wunsch hegt zu kommen. Also ich hoffe doch, dass er es auch wirklich macht.

Ihre Chance auf einer Skala von 1 bis 10?

11! Das Oktoberfest ist doch so bekannt, berühmt und einzigartig, dass eigentlich jeder einmal hingehen muss. Auch ein ehemaliger Präsident!

Wie würden Sie Obama begrüßen, und wo würde er im Zelt sitzen?

Das müssten wir uns natürlich noch genauer überlegen. Aber ich denke, wenn er wirklich kommt, sitzt er selbstverständlich auf dem Balkon, auf der Stadtrats-Empore. Ich gehe davon aus, dass die Stadt München ihn begrüßen würde, der Oberbürgermeister. Aber der Wirt hat jetzt mal eine kleine Einladung ausgesprochen.

Was gefällt Ihnen an Obama?

Der Mythos, der mit einem Präsidenten der Vereinigten Staaten einhergeht. Diese Aura, die so ein Mensch ausstrahlt. Auch der Trump hat die, jeder auf seine Art. Obama ist natürlich eine tolle Persönlichkeit und war über viele Jahre hinweg ein großes Vorbild für die Amerikaner.

Würden Sie Obamas Nachfolger Donald Trump also auch einladen?

Selbstverständlich! Auch wenn er sehr polarisiert, wäre er bei uns gerne gesehen. Aber ich glaube, der hat im Moment genug anderes zu tun (lacht).

Sie haben beim Anstich immer viel Politprominenz im Zelt – wer war bisher der ranghöchste Politiker, den Sie begrüßt haben?

Also international war es wohl der amerikanische Botschafter. Aber eigentlich laden nicht wir ein, sondern die Stadt München. Es kommen immer viele Minister aus Berlin. Die Königin von Norwegen war mal bei uns. Aber einen Staatspräsidenten hatten wir noch nicht da.

Und welche sonstigen Promis waren schon bei Ihnen im Zelt?

Also der Arnold Schwarzenegger war schon mal bei uns – und nicht nur beim Edi Reinbold im Schützenzelt. Und der Zubin Mehta hat mal unsere Band dirigiert. Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltall, war auch schon mal bei uns im Zelt – aber das ist wirklich schon ganz, ganz lange her.

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