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Am Esperantoplatz konnte Peter Berger nicht mehr bleiben. Jetzt steht er 150 Meter weiter – direkt im Wiesn-Trubel.

Da kriegt man einen Vogel

Darum musste der Pfeiferl-König am vierten Wiesn-Tag umziehen

München - Peter Berger steht mit seiner Vogel-Pfeiferl-Hütte stets am Wiesn-Eingang am Esperantoplatz - bis Dienstag. Da musste er umziehen. Warum und wo er jetzt zu finden ist.

"Da haut’s dir doch den Vogel raus", dachte sich Peter Berger (54), als er nach dem dritten Wiesntag plötzlich mit seinem Stand umziehen musste. Der Vogel-Pfeifer wurde Opfer der Sicherheitsvorkehrungen, die an den Eingängen zur Theresienwiese geschaffen wurden. Dafür zwitschert er jetzt mitten im Trubel …

„Es ging ja schon mal ganz verzwickt los“, sagt Peter Berger und schüttelt dabei den Kopf. „An meinem üblichen Standplatz haben sie heuer den Geldautomaten aufgestellt.“ Also musste die Vogel-Pfeiferl-Hütte noch weiter weg vom Eingang am Esperantoplatz – dort in der Gegend, wo er immer steht. Seine Mund-Pfeiferl und selbstgeschnitzten Holzflöten gehören zur Wiesn wie das Münchner Kindl zur Stadt. Schon sein Großvater zwitscherte vor rund 80 Jahren bei der griabigen Auer Dult auf dem Mariahilfplatz.

Am alten Platz sieht man noch den Standl-Umriss.

Aber jetzt ist es hektisch geworden. Am Dienstag in der Früh hieß es plötzlich von der Stadt, sein Stand müsse ausweichen – für den Sicherheitszaun. Genauer gesagt: für eine zusätzliche Begrenzung am Eingang in die Matthias-Pschorr-Straße. „Ich habe mich wie in einem Käfig gefühlt.“ Dann ging alles schnell. „Um sechs Uhr habe ich abgebaut, um acht Uhr stand ich bereits vor dem Toboggan“, erzählt Berger. Rund 150 Meter weiter im Inneren des Festgeländes, eben innerhalb des Sicherheitsrings – und direkt gegenüber von einem der ältesten Fahrgeschäfte. Man stelle sich vor, Schaulustige beobachten die tollpatschigen Frauen und Männer, die sich auf dem Förderband abmühen und denken sich: „Die haben doch alle einen Vogel.“ Da passt’s, wenn Peter Berger im Hintergrund dazu pfeift.

Gegen die Stadt will der gebürtige Obergiesinger aber nicht schimpfen, im Gegenteil: „Die haben alles dafür getan, dass ich einen adäquaten Platz finde.“ Berger lobt die verantwortlichen Damen und Herren aus dem Rathaus sogar: „Wir müssen froh sein, wenn so viel für unsere Sicherheit getan wird.“

Der Kfz-Meister sieht den Umzug sogar als Chance. „Wer weiß? Vielleicht habe ich jetzt mehr Kundschaft. Das wird sich in den nächsten Tagen zeigen.“ Auf jeden Fall war der Vogel-Jakob, wie die Ur-Münchner den kleinen Stand nennen, noch nie so sehr im Wiesn-Trubel. „Da rührt sich wenigstens was“, sagt Pfeiferl-König Berger. „Und das ist ja bei einem Volksfest nicht das Schlechteste.“

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