Leerer und gemütlicher

Die Zahlen zur Wiesn-Halbzeit: Verwunderung über die Besucherzahl

München - Halbzeit auf der 183. Wiesn, Zeit für die traditionelle Bilanz. Beim Oktoberfest ist weniger diesmal mehr - in fast allen Bereichen. Die Besucherzahl überrascht jedoch.

Halbzeit auf der 183. Wiesn, Zeit für die traditionelle Bilanz. Eine Zahl sorgt für Verwunderung – deshalb hat die tz auch ein dickes Fragezeichen dahintergesetzt: Laut Stadt haben 2,9 Millionen Menschen die Wiesn in der ersten Woche besucht. Das wären nur 100.000 weniger als im Vorjahr. Und das, obwohl gleich am ersten Wochenende eine halbe Million weniger Gäste als 2015 da waren. Allerdings: Die Wiesn ist bislang so gemütlich wie lange nicht zuvor – das belegen auch die weiteren Zahlen.

2016

im Vergleich zu 2015

Besucher

2.900.000?

-100.000

Ausgeschenkte Massen

2.665.600

-470.400

Verspeiste Ochsen

54

-1

Polizeieinsätze

991

-101

Rettungseinsätze

3.380

-120

- davon in die Klinik

416

+16

Fundsachen

925

-115

Presseanfragen

4030

+50

Stromverbrauch in kWh

1.150.000

-62.000

verlorene Kinder

4

-5

Masskrugklau

50.000

gleich

Alles sicher und entspannt

Josef Schmid (46), 2. Bürgermeister und Wiesn-Chef: Vier Tage Regenwetter zu Beginn – es war ein greisliger Wiesn-Auftakt. Das ist keine Frage. Aber seit Donnerstag ist das Wetter besser und seitdem sehe ich vor allem bei den Schaustellern wieder in zufriedenere Gesichter. Für mich steht die Sicherheit an oberster Stelle. Und da können wir sagen: Es läuft alles sehr entspannt. Lediglich an den Gepäckannahmestellen müssen wir die Kapazität erhöhen.

Vieles ist besser geworden

Edmund Radlinger (64), Schausteller-Chef, München: Schon mein Großvater hat gesagt: Am Donnerstag geht die Wiesn erst los. Wir als Schausteller werden zwar den Verlust der ersten Tage nicht wettmachen können. Doch jetzt sind wir wieder auf der Überholspur und können nach vorne blicken. Die Sicherheitsleute gehen jetzt besser mit den Besuchern um und es sind mehr Ordner da. Vieles ist besser geworden, da können wir uns nur bedanken.

Gesundes Selbstvertrauen

Toni Roiderer (72), Wirtesprecher: Ich muss zugeben, dass wir vier Tage schlechtes Wetter einfach nicht gewohnt sind. Der schlechte Start war vor allem für die Bedienungen im Biergarten schwierig. Aber wir haben alle ein gesundes Selbstvertrauen. Viele sagen sich: ‚Unsere Zeit kommt noch.‘ Und das wird auch passieren. Der Petrus wird’s schon richten. Wir haben heuer eine gemütliche Wiesn, so wie sie früher war – ich bin zufrieden und glücklich.

"House of Cards"-Star Kevin Spacey auf der Wiesn

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Rubriklistenbild: © dpa

Johannes Heininger

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