Im Hinterhof vom Stadtwirt Hofer: Christine Winklhofer (Mi.) mit Schwiegertochter Petra und Enkelin Theresa.

tz-Wiesn-Serie

Festzelt Tradition: Drei Madl für das alte München

München - In unserer Zelteserie setzen wir dieses Jahr auf Frauenpower: Wir stellen Ihnen die Damen vor, die in den Zelten das Sagen haben. Freuen Sie sich auf spannende Einblicke! Heute an der Reihe ist das Festzelt Tradition.

Oberkellner war ihr Mann damals, sie hat volontiert: Christine Winklhofer (65) erinnert sich noch genau, wie sie ihren Toni (67) im Jahr 1970 traf. „Damals war er der Chef. Heute bin ich es – sagt er zumindest“, sagt die Wirtin des Festzelt Tradition.

In einem Hotel in Salzburg lernten sich die beiden kennen. Kein Wunder: Das Paar hat eine besondere Verbindung zur Alpenrepublik. Beide sind gebürtige Österreicher. Toni ist auf einem Bauernhof in der Nähe von Salzburg aufgewachsen, auch Christines Vater ist Österreicher. Noch heute fährt das Paar gerne in die ehemalige Heimat zum Urlauben.

Das Spatenhaus an der Oper führten Christines Eltern zum Zeitpunkt, als sie und ihr Toni sich kennenlernten. 1975 bewarben sich die Eltern für den Ratskeller – den die Familie bis heute führt. Auf der Wiesn ist Wirtin Christine vor allem in der Küche oder im Lager anzutreffen. „A Wirtin wirkt eigentlich eher im Hintergrund“, sagt sie. Das Festzelt Tradition führen sie und ihr Mann Toni, genauso wie den Ratskeller, zusammen mit Christine Winklhofers Bruder Peter Wieser (60) und seiner Frau Margot (57).

Christine und Toni 1982 beim Gastronomenball.

Im Vorfeld bei den Planungen von weiblicher Seite unterstützt wird Wirtin Christine Winklhofer von den Schwiegertöchtern Isabella (40) und Petra (44). Beide sind Mamas und kümmern sich während der Wiesnzeit vor allem um den Nachwuchs und die anderen Betriebe der Familie. Doch wenn’s auf die Wiesn zugeht, packen sie mit an. Petra plant zum Beispiel den Dienstplan von den Spülern. Ihren Christian (44) kennt sie über seinen damaligen besten Freund: Er machte Abi mit Petra. Nach der Schule arbeitete die gebürtige Finsingerin in der Bank. Das kam ihr auch bei ihrem ersten Wiesn-Einsatz zugute: Sie kümmerte sich bei der Wiesn-Premiere der Winklhofers auf dem ZLF im Jahr 2000 im Zelt ums Büro und das Finanzielle.

Während der Wiesn kommt sie mit Töchterchen Theresa (4) und Sohn Max (8) oft zu Besuch, die ganze Familie isst dann zusammen. Eine Fahrt mit der Wilden Maus oder mit Callipso auf der Oidn Wiesn musste da letztes Jahr schon drin sein. Oma Christine war da raus: „Mir ist das fast alles zu wild.“

Für sie ist das Schöne der Zusammenhalt der ganzen Familie auf der Wiesn. Eine der Lieblingsbeschäftigungen ihres Mannes sei es zum Beispiel, die Bierbänke und Biertische im Zelt für den Wiesn-Start aufzustellen. Heuer durfte er sich doppelt freuen: Enkelsohn Maxi half dem Opa nach Leibeskräften.

Das Zelt in Kürze:

- Bierpreis: 10,40 Euro

- Brauerei: Augustiner (aus dem Holzfass im Steinkrug)

- Halbes Hendl: 10,95 Euro

- Schmankerl: Beinfleisch aus der Querrippe mit frischem Meerrettich, Gemüsestreifen und Salzkartoffeln: 21,50 Euro

- Günstig essen: Wochentags gibt es Mittagsschmankerl: Reisfleisch vom Wiesnhendl für 9,80 Euro oder Geschmorte Ochsenbackerl für 14,20 Euro

- Sitzplätze: Innen 4300, Biergarten 1100, Weißbiergarten 200

- Raucherbereich: abgeschlossener Bereich, vom Festzelt aus zugänglich

- Musik: Münchner Oktoberfest­musikanten unter Wolfgang Grünbauer, diverse Gastblaskapellen

Jeden Sonntag von 12 bis 13 Uhr Frühschoppen des BR (Livesendung) mit Blaskapellen, Gebirgsschützen, Trachtengruppen, Goaßlschnalzern

- Neu: Erstmals gibt es das Festzelt auch auf dem Zentralen Landwirtschaftsfest. Alle 17 Tage bis 22 Uhr geöffnet, zwei Sonderveranstaltungen (buchbar über den Bayerischen Bauernverband) am 18. ­September und 24. September.

- Eintrittspreise : 17. bis 25.9.: Messe­ticket 14,50 Euro; Kinder 6-14 Jahre 4,50 Euro (online bestellen möglich), Schnupperkarte ab 14.30 Uhr sieben Euro, Kinder 2,50 Euro, ZLF-Dorfplatz mit Tanzlinde, Festzelt und Biergarten ab 18 Uhr 2 Euro, für reservierte Plätze schon ab 17 Uhr.

2. Woche (kein ZLF mehr): zwei Euro, Kinder bis 14 Jahre frei

Die Wirte-Familie

Das Festzelt Tradition wird von vier Wirten geführt: Einmal von Christine (65) und Toni Winklhofer (67, Mi.) unter Mithilfe der Söhne Christian (44, re.) mit Frau Petra (44) und Thomas (42, li.) mit Frau Isabella (40). Das andere Wirtepaar des Zelts sind Toni Winklhofers Schwager ­Peter (60) und Schwägerin Margot (57) Wieser. Beide Familien zusammen betreiben den Ratskeller am Marienplatz. Das Festzelt Tradition steht heuer erstmals auf dem ZLF. Im Jahr 2013 wurde es komplett neu gebaut – und stand seither immer auf der Oidn Wiesn. Ihre Premiere auf der Wiesn feierten die Wirte-Familien aber schon 2000: mit einem deutlich kleineren Zelt, ebenfalls auf dem ZLF.

Wiesn-Serie: Die Festzelte auf dem Oktoberfest

In unserer Serie begleiten wir die starken Frauen in den Wiesn-Zelten.

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