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Viele Wiesn-Besucher mussten am Wochenende kurz ihre Taschen aufmachen.

Was wie gut klappte - der Überblick

Wiesn-Chef über Kontrollen: "Es gab Anlaufschwierigkeiten"

München - Kontrollen, Gepäckabgabe, Zaun: Es gab einige Neuerungen zum Thema Sicherheit am ersten Wiesn-Wochenende. Vieles lief gut, aber nicht alles: der Überblick.

War es das ziemlich miese Regenwetter mit herbstlichen Temperaturen, das am ersten Tag des 183. Oktoberfestes den großen Besucher-Ansturm verhinderte? Die groß angekündigten, strengen Sicherheitskontrollen dürften vielleicht auch einige Wiesn-Gänger abgeschreckt haben. Doch wer verstopfte U-Bahn-Aufgänge und lange Schlangen an den Eingängen befürchtet hatte, war am Ende angenehm überrascht. Von der Haustüre bis ins Bierzelt – so einfach war’s noch nie!

Das ging einfach! Reporter Johannes Heininger hatte mit schärferen Kontrollen gerechnet.

- Samstagmorgen, 9.30 Uhr: Bei strömendem Regen macht sich Wiesn-Reporter Johannes Heininger auf den Weg zum Festgelände. Rein in die U-Bahn an der Fraunhoferstraße, kurz am Sendlinger Tor umgestiegen und am Bahnhof noch schnell Bargeld abgeholt – am Ende ein kurzer Spaziergang, und dann war’s glei passiert: Nach handgestoppten 20 Minuten stand er vor Schottenhamels Festhalle.

Sicherheitscheck: Reporterin Janina Ventker war am Eingang nahe Goetheplatz.

- Große Verwunderung auch an den Eingängen bei den Sicherheitskontrollen: Zwar hatte Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) bereits im Vorfeld angekündigt, dass man nicht jeden Gast kontrollieren könne, mit etwas mehr Genauigkeit und längeren Wartezeiten hat man aber dann doch gerechnet. Zur tz sagt er: „Ja, es gab Anlaufschwierigkeiten. Einerseits wurden Damen unnötig kontrolliert, andererseits rannten andere mit großen Rucksäcken einfach durch.“ Ein kurzer Blick in die Tasche reichte den Ordnern oftmals. Kein Rumgewühle, kein Abtasten. Auch Merkur-Reporterin Janina Ventker gelangte stressfrei auf die Wiesn. Im 58er-Bus, der um 10 Uhr zum Goetheplatz fuhr, war sie die Einzige in Tracht. Von dort war sie zu Fuß in fünf Minuten am Eingang zur Theresienwiese. Die Kontrolle verlief zügig – ratzfatz durch!

Der Zaun ist letztlich doch nur ein Stück Maschendraht. Er spielte noch keine Rolle.

- Der im Vorfeld so umstrittene Zaun, der nun die letzte Lücke am Bavariaring schließt, hat so viel Aufmerksamkeit nicht verdient. Er spielte am ersten Wiesn-Wochenende praktisch keine Rolle. Die Polizei meldete einen Vorfall, bei dem ein Gast unten durchklettern wollte. Er wurde aber von den Sicherheitskräften rechtzeitig aufgehalten. Zaun-Gäste gab es so gut wie keine. Fazit: Am Ende ist der Zaun nur ein Stück Maschendraht.

An den Gepäckstationen war – wohl auch wegen des schlechten Wetters – nicht viel los.

- Ruhig ging es auch an den insgesamt acht Gepäckstationen rund um das Wiesn-Gelände zu. Ein Mitarbeiter der Abgabestelle am Brausebad erzählt der tz, dass man an den beiden ersten Tagen zu keinem Zeitpunkt an den Kapazitätsgrenzen war. Auch hier ist Schmid selbstkritisch: „Manche Stationen waren fast leer, dafür andere schon früh überfüllt. Wir werden unser Konzept ständig verbessern.“ Insgesamt 5000 Rucksäcke, Taschen und andere verbotene Gegenstände können alle Stationen gleichzeitig aufnehmen.

- Auch die Teilnehmer des Schützen- und Trachtenumzugs am Sonntag mussten ihre Taschen öffnen. „Keine Nagelschere, kein Haarspray dabei“, fragte ein Kontrolleur beim Blick in die Tasche von Merkur-Reporterin Carmen Ick-Dietl. Dann gab’s ein blaues Band mit der Aufschrift: Oktoberfest 2016 – Security Check. Auch Pompadours, Körbe, Kinderwagen und Leiterwagerl wurden unter die Lupe genommen. Hie und da gab’s auch einen prüfenden Blick in die Fahrzeuge. Bislang habe er ein paar Haarsprays und zwei Pfeffersprays eingesammelt, erzählt ein Fest­ring-Kontrolleur.

Die Sicherheitsvorkehrungen haben am ersten Wochenende größtenteils gut funktioniert – der erste Stresstest steht dann bei schönem Wetter an.

Unser Wiesn-Ticker vom Sonntag

Oktoberfest 2016: Öffnungszeiten, Wiesn im TV und Übersichtsseite

Beim Oktoberfest 2016 gibt es erstmals Eingangskontrollen und ein Rucksackverbot. Was Sie mit aufs Festgelände nehmen dürfen, erfahren Sie hier. Was kostet heuer die Mass Bier und welche Öffnungszeiten hat die Wiesn? Hier beantworten wir Ihnen alles, was Sie zum Oktoberfest wissen müssen. Sie schaffen es selbst nicht aufs größte Volksfest der Welt? Kein Problem: Hier läuft die Wiesn im TV und im Stream. Natürlich gibt es auf der Theresienwiese einige Regeln - hier erklären wir Ihnen, was Sie niemals auf dem Oktoberfest tun sollten. Alle News zur Wiesn finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Janina Ventker

Janina Ventker

E-Mail:janina.ventker@merkur.de

Johannes Heininger

Johannes Heininger

E-Mail:Johannes.Heininger@tz.de

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