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Ignaz Schmid will klagen.

Ignaz Schmid ist sauer

Aus für Wiesn-Zelt: Wirt will klagen

München - Das Wiesn-Aus für die Entenbraterei Heimer hat Folgen: Wie die tz am Donnerstag erfahren hat, will Heimer-Chef Ignaz Schmid nun mobil machen.

Heimer-Chef Ignaz Schmid will gegen den Beschluss des Wirtschaftsausschusses vorgehen, „notfalls unter Ausschöpfung aller juristischer Mittel“. Klingt nach Klage. Das hatte im Vorjahr schon Diesen Weg hatte im Vorjahr schon die Hühnerbraterei Poschner eingeschlagen. Wie berichtet darf die heuer wieder auf die Wiesn. Mit der Klage soll dies aber nichts zu tun haben, heißt es. Es gab zwar einen Verhandlungstermin, der ist jedoch abgesetzt worden.

Das Wiesn-Aus trifft in diesem Jahr neben Heimer, den Fisch-Bädä und die Knödelei. „Nicht die Entenbraterei Heimer hat verloren“, sagt Schmid. „Die Wiesn-Gäste haben 2016 den Traditionsbetrieb verloren und damit ein wertvolles Stück Heimat, Identität und Tradition.“

"Mehr Ballermann wird es mit uns nicht geben"

Tatsächlich ist Heimer seit 44 Jahren auf dem Oktoberfest, davon die letzten 26 Jahre von der Familie Schmid geführt. Die Wiesn-Plätze werden von der Stadt nach einem Kriterienkatalog vergeben, wonach Heimer nicht die erforderliche Punktzahl aufgewiesen hat. „Informell wurde kolportiert, dass schon der Einsatz einer Musikkapelle oder eine bauliche Veränderung ausgereicht hätte, um die erforderlichen Punkte für eine Zulassung zu erzielen“, sagt Schmid. Aber: „Mehr Ballermann, weniger Tradition, wird es mit uns nicht geben.“

Ohne die detaillierte Bewertung für die Entenbraterei Heimer gesehen zu haben, stelle sich ihm die Frage, „wieso wir die erforderliche Punktezahl nicht mehr erreicht haben sollen, trotz alljährlicher Nachbesserung“. Diese hatte die Stadt unter anderem in den Punkten Anziehungskraft und Ökologie gefordert. „Im Rahmen dieser behutsamen Modernisierungen haben wir immer großen Wert darauf gelegt, dass wir unsere Identität nicht verkaufen“, sagt Schmid.

Als die tz exklusiv über das Wiesn-Aus berichtet hatte, haben die Heimer-Bedienungen eine Online-Petition gestartet, die inzwischen von fast 1500 Menschen unterzeichnet wurde, darunter diverse Prominente. Der Kampf soll nun weitergehen. Schmid: „Wir werden beweisen, dass Tradition einen Platz auf der Wiesn hat.“

Sascha Karowski

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