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Vor 34 Jahren starben 13 Menschen beim Attentat auf dem Oktoberfest. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen jetzt wieder aufgenommen.  

Generalstaatsanwalt ermittelt wieder

Neue Ermittlungen zu Wiesn-Attentat: Zeugin aufgetaucht 

Karlsruhe - Darauf haben Angehörige und Opfer 32 Jahre warten müssen: Die Bundesanwaltschaft sucht nach möglichen Hintermännern des Oktoberfest-Attentates – die Ermittlungen werden wieder aufgenommen.

Werden die 13 Toten und mehr als 200 Verletzten vom 26. September 1980 doch noch gesühnt?

Am Haupteingang des Oktoberfests erinnert ein Mahnmal an die Opfer des Anschlags.

„Mord verjährt nach deutschem Recht nicht. Der Generalbundesanwalt geht deshalb nach wie vor allen Hinweisen nach, die die rechtlichen Voraussetzungen einer förmlichen Wiederaufnahme der Ermittlungen begründen könnten“, erklärte am Donnerstag der Sprecher von Bundesanwalt Harald Range in Karlsruhe. Opferanwalt Werner Dietrich hatte 32 Jahre lang für eine Wiederaufnahme der Ermittlungen gekämpft, die 1982 eingestellt worden waren.

Zum Jahrestag des Attentats am 26. September hatte Dietrich erneut einen Wiederaufnahmeantrag bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe eingereicht, der vierte nach 1983, 1984 und 2008. Darin führt er eine neue Zeugin an (siehe unten). Dietrich zweifelt daran, dass der rechtsextreme Attentäter Gundolf Köhler ein Einzeltäter war. Manche Experten vermuten gar, dass westliche Geheimdienste hinter dem Anschlag steckten. Wie es jetzt weitergeht?

„Die dazu erforderlichen Abklärungen dauern an“, sagte der Sprecher der Karlsruher Behörde. „Wir werden die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit über das Ergebnis unterrichten.“

Die neuen Zeugen

Fünf bislang unbekannte Zeugen ­haben sich gemeldet, die Aussagen zum Attentat machen wollen. Darunter ist eine Münchner Theologin, die damals Sprachkurse für Aussiedler gab. Sie hatte aus Versehen einen falschen Garderobenschrank in einem Wohnheim geöffnet: Es war das Fach eines Fotografen, der dort Nachrufe auf Gundolf Köhler gelagert haben soll (und zwar bevor der Name öffentlich bekannt war). Als die Frau das damals der Polizei meldete, glaubte man ihr nicht. Die Theologin hatte den Mann jüngst zufällig wieder getroffen, er arbeite jetzt für eine Buchhandlung.

Ein weiterer Zeuge hat sich bereit erklärt, Bombensplitter aus dem Körper entfernen zu lassen, die er noch in der Schulter hat. Die anderen Splitter sind als Beweismittel vernichtet worden.

Die Aufklärer

Werner Dietrich, der Rechtsanwalt der Opfer des Oktoberfestattentats von 1980, hatte 32 Jahre lang für eine Wiederaufnahme gekämpft.

Neben Opferanwalt Werner Dietrich recherchierten auch BR-Reporter Ulrich Chaussy und BR-Autor Till Rüger über die Hintergründe des Oktoberfest-Attentats. Die Ergebnisse dieser Recherchen mündeten in dem dokumentarischen Spielfilm Der Blinde Fleck, der 2013 ins Kino kam. Chaussy: „Der Film hat dafür gesorgt, dass sich die neuen Zeugen gemeldet haben und auch die Politik sowie die Justiz in Bewegung gebracht.“

Das Erste zeigt am 4. Februar um 20.15 Uhr in seinem Themenabend zum Oktoberfestattentat auch den Blinden Fleck mit Benno Fürmann als Chaussy, danach folgt eine Dokumentation zum Thema.

Welte

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