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Das gab’s in München bislang noch nie: Auf dem Dach des Appartementhauses „Home Base“ kann man Freiluftsport treiben.

Projekt in Neuperlach

Hochhaus mit Sportplatz auf dem Dach

München - Die Flächen in München werden immer rarer und teurer. Neue Ideen fürs Bauen müssen her. In Neuperlach entsteht nun erstmals ein Gebäude mit einem Sportplatz auf dem Dach. Ganz nach amerikanischem Vorbild.

Die Idee, einen Sportplatz auf dem Dach eines Gebäudes zu bauen, hat man in München bislang stets abgetan. Am Peschelanger in Neuperlach wird nun ein Wohngebäude mit genau diesem spektakulären Detail gebaut.

Es handelt sich um ein als Winkel ausgeführtes Gebäude mit insgesamt 135 Appartements mit Wohnflächen zwischen 20 und 30 Quadratmetern. Der als Single- und Studentenwohnanlage propagierte Wohnkomplex namens „Home Base“ hat acht Geschosse, wobei die Breite an einer Flügelseite stufenweise nach oben abnimmt. Der anderen Winkelseite fehlen die oberen drei Geschosse zugunsten einer großen Dachterrasse. Auf dieser Fläche ist ein großer Multifunktions-Sportplatz geplant. Damit nichts und niemand beim Sporteln vom Dach fällt, ist der Platz mit hohen Zäunen gesichert. Eine Art Deckel, der hohe Bälle einbremsen könnte, fehlt allerdings.

Neben dem Sportfeld gibt es auf der insgesamt 860 Quadratmeter großen Dach-Freifläche noch weitere begrünte Aufenthaltsflächen mit sogenannten Lounges. Jede dieser Flächen ist allen Bewohnern der „Home Base“ frei zugänglich. Damit wird die gesamte Grundfläche des Gebäudes für Freiluft-Wohnen und Erholung genutzt. Ins Erdgeschoss des Neubaus soll eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen einziehen.

Der „Home Base“-Neubau soll bis 2016 bezugsfertig sein. Zuvor war ein achtstöckiger Bau auf dem Areal abgerissen worden, der seit Jahren leer stand. Einst war hier die Deutschland-Dependance der Fastfood-Kette Burger-King untergebracht gewesen. Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der gestern zum Spatenstich am Peschelanger vorbeischaute, ist sehr gespannt auf den fertigen Bau. Er sieht die Studentenappartements als gute Ergänzung für das Wohnangebot in München. Auch wenn es sich um ein Projekt der gehobenen Kategorie handelt: Ein 22-Quadratmeter-Appartement kostet knapp 120 000 Euro. Jeder, der hier investiere und einziehe, sei einer weniger auf dem umkämpften Wohnungsmarkt. „Wir haben 100 000 Studenten in München und Tausende von Wohnungssuchenden.“ Allerdings bemühe sich die Stadt auch um günstige Wohnmöglichkeiten für Studenten, im Gespräch seien auch Wohncontainer, für die man noch Standorte suche. Zu den neuen Ideen gehören auch Kooperationsmodelle mit Wohnungen für Studenten und Flüchtlinge. Eines davon soll in Berg am Laim, am U-Bahnhof Michaelibad, entstehen.

Carmen Ick-Dietl

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