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Fristen nicht eingehalten

Keine Gnade mehr für griechische Schule in Berg am Laim

München - Weil Griechenland wiederholt Fristen nicht eingehalten hat, will die Stadt München einen Notar mit der Rückabwicklung des Grundstückshandels beauftragen.

15 Jahre sind Zeit genug, um eine Schule fertig zu stellen. Findet jedenfalls der Stadtrat im Hinblick auf den vorgesehenen Bau der griechischen Schule in Berg am Laim. Im Kommunalausschuss wurde daher nun beschlossen, dass die Stadt in Kürze einen Notar mit der Rückabwicklung des Grundstückshandels zwischen Griechenland und München aus dem Jahr 2001 beauftragt. „Nach dem aktuellen Baustellenzustand müssen wir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass die Republik Griechenland den Rohbau nicht bis 30. Juni fertig stellen kann“, so Kommunalreferent Axel Markwardt.

Derzeit wird an der Hachinger-Bach-Straße noch am ersten Stock gearbeitet. Fertig wäre der Rohbau gemäß Vereinbarung allerdings nur mit einem Deckel auf dem zweiten Obergeschoss sowie sämtlichen Fenstern. Weil die Stadt mit den Griechen wegen der Schule schon mal vor Gericht war, soll nun alles unanfechtbar abgewickelt werden. „Sobald ein Gutachter festgestellt hat, dass der vertraglich vereinbarte Bauzustand der Schule tatsächlich nicht erreicht ist, geht direkt der Auftrag des Kommunalreferats an einen Notar, die Umschreibung im Grundbuch zu veranlassen“, erklärt Markwardt.

Die Griechen scheinen die Pläne für ihren Schulbau allerdings noch nicht aufgeben zu wollen. So war gestern unter anderem eine Delegation samt Konsulin bei Bürgermeister Josef Schmid (CSU) im Rathaus. Offenbar, um nochmal eine Fristverlängerung zu erreichen. Der reguläre Termin für die Fertigstellung des Rohbaus wäre bereits zu Silvester gewesen. Von griechischer Seite wird indes ständig betont, dass für sie allein das Datum für die endgültige Fertigstellung am 30. Juni 2017 maßgeblich sei.

Der Auftrag zur Rückübertragung des Grundstücks muss Mitte Juli noch von der Vollversammlung des Stadtrats bestätigt werden, doch dies dürfte nur Formsache sein. Schließlich hatte Griechenland schon den ursprünglichen Bautermin bis 2012 verstreichen lassen. Erst die Ankündigung Münchens, sich das 15 000 Quadratmeter große Areal per Klage zurückholen zu wollen, sorgte für Bewegung in Berg am Laim.

Carmen Ick-Dietl

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