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Gegenwart: das 62-Meter-Gebäude mit der orangenen Leuchtkugel.

Markantes Gebäude in Berg am Laim

Hochhaus-Umbau: Nur die Dach-Kugel bleibt

München - Die orangefarbene Leuchtkugel mit der schwarzen Welle ist und bleibt das markante Erkennungszeichen auf dem Hochhaus Rosenheimer Straße 143. Doch alles unter ihr wird neu gestaltet und nennt sich ab sofort „Atlas“.

Die 13 Tonnen schwere Kugel aus 128 Plexiglas-Segmenten gab auch den Anstoß für den neuen Namen. Ein Vergleich mit dem Titan aus der griechischen Mythologie, der die Himmelskugel auf seinen Schultern stemmt. Das Hochhaus wird das Kernstück des neuen „Atlas“-Baus.

Zukunft: Der Bau erhält eine gläserne Außenfassade. Prägnant sollen die dreieckigen Kanten wirken.

Es ist Upcycling par excellence: Das alte 62-Meter-Gebäude ist bereits auf den Rohbau reduziert worden. Nur die zubetonierten Ecken müssen noch rausgeschnitten werden, erläutert der Münchner Architekt Fabian Ochs, von dessen Büro OSA Ochs Schmidbauer Architekten der Entwurf stammt. Danach erhält der Bau eine gläserne Außenfassade. Die Spezialität der neuen Silhouette: Dreiecks-Prismen an den Kanten, die an Origami-Faltungen erinnern.

Im unteren Teil wird der Büroturm von einem sechsgeschossigen Plaza-Gebäude in E-Form umschlossen. Neben der 400 Quadratmeter großen Dachterrasse mit einer keinen Skylounge rund um die Kugel verfügt das Ensemble über weitere sieben begrünte Terrassenflächen, die sich auf vier Etagen verteilen. Außerdem gibt es zwei großzügige Innenhöfe mit Zugang zum öffentlichen Restaurant-Café in den Erdgeschoss-Arkaden.

Derzeit entsteht rund um das alte Hochhaus aus den 70er-Jahren die zweistöckige Tiefgarage mit Platz für 240 Autos. Die Zufahrt liegt in der künftigen Medienstraße, die von der Rosenheimer Straße abgehen soll. Zudem gibt es rund 100 Radlparkplätze und auch E-Ladestationen. Die meisten Mitarbeiter im künftigen „Atlas“-Gebäude werden wohl von der Ostbahnhof-Seite kommen.

Ab 2017 wird dann in die Höhe gebaut. Ende 2018 soll das „Atlas“-Büroensemble mit mehr als 23 000 Quadratmeter Bürofläche fertig werden. Bauherr ist die Immobilienfirma Ar-Invest. Ein bundesweit tätiges Unternehmen, das sich auf Liegenschaften in deutschen Großstädten speialisiert hat. Zu ihren Referenzen gehören die Deutsche Bank am Ernst-Reuter-Platz in Berlin und der Alte Wall in Hamburg, aber auch das NOVE im Arnulfpark und das Ruby-Designerhotel am Stiglmaierplatz.

Ins „Atlas“ werde ein dreistelliger Millionenbetrag investiert, so Ferdinand Spies, Geschäftsführer von Art-Invest München. In Berg am Laim setzt man auf die Sogwirkung des künftigen Werksviertels am Ostbahnhof. „Eines der spannendsten Projekte in München“, sagt Spies.

Die Entwicklung gibt ihm Recht. Das direkt neben dem „Atlas“ entstehende Gebäude „High Rise One“ ist bereits zu 70 Prozent vermietet, ohne überhaupt eine Fassade zu haben. Das „Atlas“ hat zwar noch keine konkreten Vermietungen, aber schon Anfragen. Für neue Gewerbeimmobilien am südlichen City-Rand würden derzeit Spitzenmieten von über 25 Euro pro Quadratmeter erreicht, berichten Investoren.

Carmen Ick-Dietl

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