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Reif für die Insel: Ernst-Albrecht von Moreau, Vorstandsmitglied der Pfennigparade, zeigt ein Modell der Sportanlage.

Isar-Flair inklusive

Pfennigparade plant Sport und Erlebnislandschaft für alle

München - Pfennigparade will an Oberföhringer Wehr ein Sportzentrum bauen. Das Grundstück bekam die Stiftung geschenkt. Was genau geplant ist.

Reif für die Insel – das ist man bei der Pfennigparade derzeit gleich in mehrfacher Hinsicht. Das Rehabilitationszentrum hat am Oberföhringer Wehr ein Grundstück geschenkt bekommen, das zur Insel für Menschen mit und ohne Behinderung werden soll. Insel steht hier als Abkürzung für „Inklusive Natur-, Sport- und Erlebnislandschaft“. Nach der Umgestaltung sollen im Idealfall Menschen jeder Altersgruppe – mit und ohne Handicap – den Platz nutzen können.

Das Areal ist von Wasser umgeben. Auf der einen Seite rauscht die Isar durchs Oberföhringer Stauwehr, auf der anderen plätschert der Isarkanal vorbei. Im Westen liegt der Englische Garten, im Osten der Herzogpark. Das Grundstück gehörte einst E.on, das hier ein Betriebssportgelände unterhielt. Nach der Verlagerung des zugehörigen Unternehmensteils wurde der Platz überflüssig. Ein Mitglied aus der Geschäftsleitung, dessen Tochter bei der Pfennigparade betreut worden war, vermittelte den Kontakt. Für die Pfennigparade ist es ein Geschenk in zweierlei Hinsicht: Das Rehabilitationszentrum hat hier die Möglichkeit, abseits der üblichen Therapieräume auf ein freies, offenes Gelände zurückzugreifen. Zudem bietet der naturnahe Standort ideale Voraussetzungen für die Gestaltung und Umsetzung einer Begegnungsstätte mit entsprechenden Sport- und Austauschmöglichkeiten. Für Menschen mit und ohne Behinderung – einem der großen Anliegen der Stiftung.

Wie genau das Ganze am Ende aussehen soll, will die Pfennigparade gerne auch mit der Nachbarschaft und allen an Inklusion interessierten Schulen und Vereinen planen. „Wir wollen das Zug um Zug entwickeln“, so Vorstands-Mitglied Ernst-Albrecht von Moreau. Dabei soll auf die Nachbarn ebenso Rücksicht genommen werden wie auf das bestehende Naturschutzgebiet. Auf jeden Fall soll die frühere Laufbahn erneuert werden, ein Teil soll als Hartplatz für Weitsprung und Kugelstoßen zur Verfügung stehen. Angedacht sind auch ein behindertengerechter Seilgarten, ein Barfußweg oder ein Koordinationsparkour. Eine Nutzung gibt es bereits. Im April eröffnete der integrative Waldkindergarten mit Bauwagen und Tipi auf dem Gelände.

Carmen Ick-Dietl

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