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Werner Eckart plant Großes auf dem Areal.

Neues Quartier in Berg am Laim

Das steckt hinter dem Werksviertel

München - Einst die Fabriken von Pfanni, Zündapp, Konen und Optimol, später der Kunstpark Ost und die Kultfabrik und künftig das Werksviertel. 

Zwischen Ostbahnhof, Rosenheimer und Aschheimer Straße soll es in den nächsten Jahren entstehen. Ein neues Stadtquartier mit 1500 Wohnungen, Büros, Geschäften, mehreren Hotels, großen Parkanlagen, vier Kindertagesstätten, einer vierzügigen Grundschule und einem Konzertsaal auf insgesamt 38 Hektar. Kein Viertel aus der Retorte, sondern schon von Beginn ein lebendiger Stadtteil, der Geschichte und Zukunft gekonnt miteinander verbindet.

Anstatt alles abzureißen und am leeren Reißbrett zu planen, werden bestehende Strukturen erhalten und mit Neuem kombiniert. Auch wenn die Bebauung damit ein ganzes Stück teurer wird. So werden im neuen Viertel einige Werksgebäude zu sehen sein, die noch aus der Zeit stammen, als Münchner Traditionsunternehmen den Standort prägten. Diese historischen Industriegebäude erhalten zeitgemäße Nachbarn. Vor allem für die Privateigentümer wiePfanni-Erbe Werner Eckart sei das Gelände „kein Buchungsposten, sondern ein Stück Scholle und Identität“, so Architekt Johannes Ernst, von dem die Planung stammt. Ein halbes Jahr lang traf er sich dafür jede Woche zum Workshop mit den neun Eigentümern. Qualität und Bodenständigkeit sollen das neue Werksviertel ebenso prägen wie Dynamik und Moderne. „In einer Altstadt geht’s auch krumm und schräg zu, und gleich daneben werden Lücken aufgefüllt“, erklärt Ernst. Dabei muss man sich aber auch von Altem trennen, um Neuem Platz zu machen. Die Zündapp-Hallen werden abgerissen, weil hier neuer Wohnraum entsteht. Normale Architektur soll neben teurer Perfektion stehen – zum Beispiel dem neuen Konzertsaal. Er wird das große Aushängeschild des Viertels in Berg am Laim. Über 200 Architekten aus 18 Ländern haben ihre Bewerbungsunterlagen beim Freistaat eingereicht. Insgesamt soll mit dem Werksviertel ein Ort zum Wohnen und Arbeiten, für Freizeit, Sport und Kultur geschaffen werden. Mit vielen schrägen Ideen wie die Schäferei auf dem Dach von Werk 3. Oder die Nutzung der alten Schienen für mobile Sitzmöbel und Blumenkästen. Hauptsache, lebendig. 

ick

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