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Das Sommer-Tollwood steht 2016 unter dem Motto "Das blaue Wunder".

Theater, Politik und Musik

"Dein blaues Wunder": Das ist auf dem Tollwood 2016 geboten

München - Am 29. Juni startet in München das Tollwood 2016. Heuer steht das Sommerfestival unter dem Motto "Dein blaues Wunder" und beschäftigt sich mit der Verschmutzung der Meere.

Delfine schmücken das neue Tollwood-Programmheft. Was idyllisch wirkt, ist natürlich bitterernst: Es geht um die Verschmutzung der Meere, und so steht das Sommerfestival vom 29. Juni bis zum 24. Juli unter dem Motto „Dein blaues Wunder“. Wie gewohnt versucht das Tollwood ein Spagat zwischen Kultur, Entertainment und Umweltaktivismus.

Dass sich Künstler für Umweltthemen stark machen, zeigte auf der Tollwood-Pressekonferenz am Donnerstag ein eingespieltes Band mit der Stimme von Helmut Schleich. Der Kabarettist warb für das Aktionsbündnis Artgerechtes München: Die Stadt soll im eigenen Einflussbereich dafür sorgen, dass nur noch Fleisch aus artgerechter Tierhaltung eingesetzt wird.

Auf dem Tollwood-Gelände werden Infostände, Kunstwerke und Aktionen für das Bündnis werben, ebenso wie für den Kampf gegen die Zerstörung der Meere. Bei aller Ernsthaftigkeit bleibt aber das Sommerfestival ein Treffpunkt für die Münchner, die durch den sogenannten Markt der Sinne spazieren, beim Straßentheater stehen bleiben, bei einem der vielen Händler einkaufen oder zwischen einem Flammbrot und einer Caipirinha hin- und herschwanken. 50 Gastronomen aus 20 Ländern bieten ihre Ware an.

Immer wichtiger ist im Lauf der Jahre bei Tollwood das Musikzelt geworden, in dem viele Stars für die unterschiedlichsten Geschmäcker auftreten. Und natürlich gibt es nach wie vor Artisten und Theater.

Informationen zum Sommerfestival findet man auf der Homepage www.tollwood.de. Dort gibt es auch Hinweise, wie man an Karten kommt. Wobei: 70 Prozent der rund 690 Veranstaltungen kosten keinen Eintritt. Und noch ein Hinweis: Bitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen!

Umwelt & Politik

Die Meeresbiologin und Greenpeace-Aktivistin Sandra Schöttner zeigte bei der Pressekonferenz erschütternde Bilder vor allem über die voranschreitende Plastikverschmutzung der Ozeane. Auf dem Tollwood-Gelände wird eine überdimensionale und begehbare Fischdose zum Informationszentrum in Sachen Dein blaues Wunder. Dort kann man nicht nur faszinierende Meeresbewohner entdecken, sondern auch ihre Feinde: Geisternetze und Plastikmüll. Und nach wie vor wirbt Tollwood für das Aktionsbündnis Artgerechtes München. Bisher, so Stephanie Weigel von Tollwood (Foto), habe der Stadtrat noch nicht darüber beraten. Im Herbst soll es soweit sein.

Musik

Lange ist es her, dass sich in der Tollwood-Musik-Arena vor allem ältere Musiker-Semester die Mikrofone in die Hand gaben. Die sind natürlich noch immer willkommen, wie etwa Deep Purple (oben, am 19.7.), Peter Cornelius (23.7.) oder ZZ Top (5.7.), aber inzwischen erobern auch mitteljunge bis ganz junge Künstler das beliebte Sommerfestival. Anastacia wird dabei sein (rechts, 11.7.) ebenso wie Jan Delay (rechts unten, 7.7.) Wirtz (14.7.), James Bay (29.6.) oder Melody Gardot (13.7.). Der junge Münchner Blueser Jesper Munk tritt am 17.7. im Vorprogramm von Warren Haynes (Govt. Mule) auf. Allerdings sind einige der Konzerte bereits ausverkauft, darunter Harry G und die Österreicher von Wanda. Auskünfte darüber gibt es natürlich auch auf der Homepage von Tollwood. Hier finden Sie alle Konzerte beim Tollwood 2016 im Überblick

Theater & Manege

Einen Vorgeschmack auf die Künste der Artisten bei Tollwood bot bei der Pressekonferenz die Schlappseil-Meisterin Melanie Hagedorn (links), die zeigte, dass man auch auf einem baumelnden Stück Schnur grazile Ballettbewegungen vollführen kann. Melanie Hagedorn wird man vor allem im Amphitheater des Festivals antreffen, wo sie vom 6. bis zum 10.7. auftreten wird. Es gibt auch ein Theaterzelt, in dem ab 16.7. Karsten Kaie mit dem Solostück Caveman das 15. Jubiläum feiert. Außerdem sieht man dort Ensembles wie Gravity & Other Myths (rechts), die von 8.7. bis 12.7. gastieren. Wie immer wird man natürlich auf den Wegen des Tollwood-Geländes von Straßenkünstlern überrascht. Man muss auch heuer nicht auf die Extrem-Frisöre Osadía verzichten.

tz

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