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37. Münchner Stadtlauf: Sport, Spaß und Sieg

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Von: Janina Ventker

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Stadtlauf München
20.082 Läufer starteten beim 37. Münchner Stadtlauf von Sport Scheck und BMW. © Klaus Haag

München - Der Wettergott war den Sportlern gnädig: 20 082 Läufer starteten am Sonntag beim Stadtlauf. Der älteste Läufer war 80 Jahre alt.

Ingalena Heuck, das Gesicht des Stadtlaufs, wuselt 15 Minuten vor dem Start zum 5-Kilometer-Lauf durch das VIP-Zelt am Marienplatz und plaudert mit anderen Teilnehmern. Auf der wenige Meter entfernten Bühne hängt ihr überlebensgroßes Konterfei. Auch in natura sitzt die Frisur, strahlt der Teint – die 28-jährige Langstreckenläuferin sieht aus, als käme sie gerade aus dem Wellness-Urlaub. Dabei hat sie schon den 10-Kilometer-Lauf hinter sich. „Warmlaufen“, wiegelt die zierliche Blondine ab. Die fünf Kilometer will sie in 19 bis 20 Minuten schaffen. Am Ende des Rennens wird sie ihre Zielzeit unterboten haben. Noch 13 Minuten bis zum Start.

Stadtlauf München
Ganz vorne mit dabei: Merkur-Gewinnerin Diana Reichert und Langstreckenläuferin Ingalena Heuck (re.) kurz vor dem Start. © Klaus Haag

Auch Diana Reichert hat sich längst im Zelt eingefunden – und schon Erinnerungs-Fotos mit den Olympiasiegern Dieter Baumann und Nils Schumann geknipst. Die 43-Jährige ist die Gewinnerin einer Aktion von Sport Scheck und dem Münchner Merkur und hat in den vergangenen Wochen einen eigens auf sie zugeschnittenen Trainingsplan bekommen. So entspannt wie Heuck kann die Anfängerin den Lauf noch nicht angehen. „Oh ist mir komisch“, sagt sie zu Mann Martin, der zur Unterstützung mitgekommen ist. Reicherts Puls ist bei 164, im Sitzen. Immerhin: Sie hat gut geschlafen vor ihrem ersten Lauf, und die Tipps von Expertin Ingalena Heuck beherzigt: Zum Frühstück Haferbrei mit Banane, bis zum Start einen Liter Wasser trinken. Gleich wird es ernst. Ein Küsschen für den Liebsten – und Reichert begibt sich zur Startlinie, in die erste Reihe, direkt neben Ingalena Heuck.

Hinter den Absperrgittern stehen Passanten und Freunde und feuern die Teilnehmer an. Die Menge zählt mit, als die Stimme aus dem Lautsprecher runterzählt: Fünf, vier, drei, zwei, eins – ein Knall ertönt, die Menschen in den orangefarbenen Shirts laufen, rennen, sprinten los. Durch die Dienerstraße in den Hofgarten, über den Odeonsplatz und wieder zurück zum Marienplatz. Nach 18 Minuten und neun Sekunden passiert Ingalena Heuck als erste Frau der Gruppe das Ziel. Eine Viertelstunde später folgt Diana Reichert. 34:11 für die fünf Kilometer lange Strecke – Reichert verschnauft. Aber nur kurz, um dann zu jubeln: „Ich hab’s geschafft!“

Das Glücksgefühl stellt sich wohl bei jedem Teilnehmer ein, egal ob die Strecke nun fünf oder 21 Kilometer betrug. Beim Halbmarathon macht zum dritten Mal in Folge Kedir Burka das Rennen. Nach einer Stunde, 11 Minuten und 37 Sekunden kommt er im Ziel an. Bei den Frauen siegt Anna Hahner (1:17:42), die gemeinsam mit Zwillingsschwester Lisa gestartet war. Wilhelm Stürmer ist mit 80 Jahren der älteste Läufer. Er meistert den Halbmarathon in 3:45:32 – „ohne stehen zu bleiben“, wie er nicht ohne Stolz sagt. Mit einer Medaille um den Hals und einem Lächeln auf den Lippen tritt er den Heimweg an.

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