+
Nach Terror-Drohung vor Gericht: Maurice C. hat Gäste eines Burger King verängstigt.

30-Jähriger zeigt sich wenig einsichtig

Terror-Spruch im Burger King - jetzt steht er vor Gericht

München - Ein 30-Jähriger sorgt in einem Burger King für Angst und Schrecken, weil er mit Terror droht. Vor Gericht bleibt er nebulös. Um eine Gefängnisstrafe kommt er herum.

Was hat den Gartenbauer da nur geritten? Bei Burger King am Hauptbahnhof soll Maurice C. (30) ein Blutbad angedroht, dazu den Terroristen-Spruch „Allahu akbar“ gerufen haben. Das alles geschah am frühen Morgen des 21. Mai 2016. Einen Tag zuvor hatte ein psychisch Kranker am Kapuzinerplatz mit einer Küchenschere einen Großeinsatz der Polizei provoziert, in der Stadt keimte die Angst vor islamistischem Terror. Und C. machte sich offenbar einen Spaß daraus, mit dieser Angst zu spielen. Am Mittwoch  kam es vor dem Amtsgericht zum Prozess.

Burger King.

„Ihr werdet alle dafür bluten“, soll er in dem Schnellrestaurant am Hauptbahnhof gesagt haben. Sicherheitsmann Alex Seidl, der in dieser Nacht Dienst hatte, erinnert sich an die Worte des Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft wirft C. vor, er sei bei Burger King an der Kasse mit einer Angestellten in Streit geraten. Darauf sagt er: „Ja, das stimmt. Ich konnte nicht bestellen, was ich wollte.“ Als Seidl auf die Diskussion aufmerksam wurde, versuchte er, die Situation zu beruhigen. Stattdessen zog nun auch er den Zorn von C. auf sich. Der verteidigt sich: „Ich kam von einer Party. Ich hatte einen ziemlichen Rausch.“

„War mir egal, was die Leute denken“

Zur dieser Zeit waren etwa 30 Gäste in der Burger-King-Filiale. C. soll die Fassung verloren und Panik provoziert haben. Drei Mal soll er „Allahu akbar“ („Gott ist groß“) gerufen und ein Blutbad angedroht haben. Ob er denn nicht wisse, welche Ängste seine Worte unter den Menschen schüren würden, wollte der Richter wissen. „Natürlich“, entgegnete C. „Deshalb sage ich es ja auch so gerne. Die Leute haben alle Panik - und ich verstehe das nicht.“ Den Ausruf gibt er vor Gericht zu. Er sagt: „In dem Moment war es mir egal, was die Leute denken.“

Maurice C. musste sich in dem Verfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens und der Androhung von Mord und Totschlag verantworten. In seinen Schlussworten gelobt er Besserung: „Es reicht. Ich habe keine Lust mehr auf die Auseinandersetzungen mit Autoritäten. Ich will nie wieder hier sitzen.“ Urteil: zehn Monate Gefängnis auf Bewährung. Was das angedrohte Blutbad anrichtet, legte Maurice C. kein Geständnis ab.

Johannes Heininger

Auch interessant

<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen
<center>Schwaben-Quiz</center>

Schwaben-Quiz

Schwaben-Quiz
<center>Kunstdruck-Edition „Heimische Region“ (Bilder)</center>

Kunstdruck-Edition „Heimische Region“ (Bilder)

Kunstdruck-Edition „Heimische Region“ (Bilder)
<center>Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75</center>

Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75

Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75

Meistgelesene Artikel

S-Bahn-Türen öffnen künftig automatisch

München - Achtung, Tür geht auf: Ab Sonntag führt die S-Bahn das „zentrale Öffnen“ ein. Das bedeutet: Zwischen Pasing und Ostbahnhof öffnen sich alle Türen künftig …
S-Bahn-Türen öffnen künftig automatisch

Tram-Westtangente: CSU macht den Weg frei

München - Eigentich hatte die Rathaus-CSU schon 2014 grundsätzlich der Tram-Westtangente zugestimmt. Doch erst am Montag gaben die Schwarzen den neuen Gleisen zwischen …
Tram-Westtangente: CSU macht den Weg frei

7 Gründe, warum München im Winter noch schöner ist

München - Englischer Garten, Schloss Nymphenburg, Isar: München ist schön. Es gibt sieben persönliche Gründe, warum wir die Stadt im Winter sogar noch schöner finden.
7 Gründe, warum München im Winter noch schöner ist

Im Rathaus will man keinen zweiten Kulturstrand

München - Das Ringen um eine Standort für den Kulturstrand im kommenden Jahr geht weiter: Die Kompromiss-Pläne des Kreisverwaltungsreferats stoßen im Rathaus auf wenig …
Im Rathaus will man keinen zweiten Kulturstrand

Kommentare