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Das Kloster Raitenhaslach in Burghausen. Im restaurierten Prälatenstock des Klosters können Wissenschaftler und Studierende der Technischen Universität München künftig forschen.

Hier werden Menschen "im Geiste zusammengeführt"

Akademiezentrum der TUM in Raitenhaslach eröffnet

Burghausen - Bei einem großen Festakt mit Ministerpräsident Horst Seehofer wurde am Samstag das Akademiezentrum der TU München in Raitenhaslach eröffnet.

Vor zehn Jahren haben die Technische Universität München (TUM) und die Stadt Burghausen einen Vertrag unterschrieben, das einem baulichen Juwel eine gedeihliche Zukunft sichern sollte. Seit Samstag ist dieses außergewöhnliche und wohl einzigartige Projekt nun offiziell abgeschlossen: Bei einem großen Festakt mit Ministerpräsident Horst Seehofer wurde das Akademiezentrum der TUM in Raitenhaslach eröffnet und somit die Vision von TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann Realität: Im ehemaligen Prälatenstock des früheren Zisterzienserklosters ist nun ein Hort der Wissenschaft, ein Tauschplatz des Wissens, eine Begegnungsstätte für Forscher und Kulturschaffende gleichermaßen entstanden. Hier werden Menschen "im Geiste zusammengeführt", Ziel sei es, "dass sich Menschen weniger fremd sind, dass sie die Kultur des Anderen verstehen, wenn sie hier gewesen sind", formulierte es Herrmann.

1146 war das Kloster gegründet worden. Bis zur Säkularisation 1803 war die Klosteranlage mit ihrem 1764 fertiggestellten Prälatenstock bereits ein Ort des Geistes - eine Tradition, die mit dem TUM Science & Study Center Raitenhaslach nun fortgesetzt wird. Sowohl Ministerpräsident Horst Seehofer als auch TUM-Präsident Herrmann betonten bei dem Festakt in der Aula maior unter den wertvollen Deckenfresken des Johann Martin Heigl, dass hier bayerische Tradition und Internationalität eine fruchtbare Verbindung eingingen, dass hier laut Herrmann "Heimat mit der Welt verbunden" werde. Rund 20 Millionen Euro hat es gekostet, den Prälatenstock behutsam und sanft zu sanieren, die Säle, Salons und diversen Räume durch modernste Technik für wissenschaftliche Tagungen, für internationale Konferenzen, Workshops und Ferienakademien, aber auch für kulturelle Veranstaltungen der Stadt Burghausen fit zu machen.

Die Stadt Burghausen hatte 2003 das Gebäude ersteigert, nachdem die dortige Brauerei nach 200 Jahren den Betrieb eingestellt hatte. Burghausens Bürgermeister Hans Steindl wurde für seinen Einsatz im Rahmen des Festakts zum Ehrensenator der TUM ernannt. Vor wenigen Wochen war Herrmann mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Burghausen geehrt worden

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