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Prächtige Tanne: Die Altersverteilung in München lässt mehr hoffen als die in Gesamtdeutschland.

Hier leben die meisten Kinder

Aktuelle München-Statistik: Eine überraschende Zahl ist dabei

München - Immer mehr Alte, immer weniger Junge – seit Jahren gibt die Altersverteilung in Deutschland Anlass zur Sorge. Nicht so in München. Das zeigt eine Statistik.

Unten bei den Kindern relativ dünn, nach oben hin zur Generation der Baby-Boomer-Jahrgänge ausladend, bevor es bei den 100-Jährigen wieder zusammengeht – so sieht die Alterspyramide in Deutschland aus. „Wobei man schon lange von keiner Pyramide mehr sprechen kann“, sagt Uta Thien-Seitz, die Leiterin des Statistischen Amtes, „eher von Bäumen unterschiedlicher Ausprägung“. So gesehen sei München eine „prächtige Tanne“. Der ständige Zuzug junger Leute um die 30 und der neunte Geburtenrekord in Folge zeigen Wirkung. Während deutschlandweit im vergangenen Jahr vor allem 50. Geburtstage gefeiert wurden, war es in München der 28. Denn der am häufigsten vorkommende Jahrgang der Münchner ist: 1987.

Im Schnitt ist der Münchner 41 Jahre alt

Das Durchschnittsalter in der Landeshauptstadt liegt bei 41,2 Jahren, bei 44,5 Jahren deutschlandweit. 189 000 Kinder unter 15 Jahren leben in der Stadt, was einem Bevölkerungsanteil von 12,4 Prozent entspricht. 379 Münchner sind 100 Jahre und älter, davon 301 Frauen.

693 Babys mehr als 2014 wurden im vergangenen Jahr geboren, insgesamt 17 143 – wobei der September der geburtenreichste Monat war (1911 Kinder). Die meisten Mütter waren 34 Jahre alt. „Deutschlandweit sind die Mütter im Schnitt etwa drei Jahre jünger“, erklärt Uta Thien-Seitz, „das liegt daran, dass in München viele Akademikerinnen leben, die grundsätzlich etwas später Kinder bekommen.“

Trudering-Riem hat die meisten Kinder

Wenig überraschende Entwicklungen gibt es bei den Wohnorten der Münchner Kindl. Vom Innenstadtbereich nach außen gesehen, nimmt die Zahl der Kinder zu. Nach wie vor ist Trudering-Riem der Stadtteil mit dem höchsten Kinderanteil (20,6 Prozent). Die wenigsten Kinder gibt es in der Maxvorstadt (9,4 Prozent). Kein Wunder: Ist das Viertel doch vor allem bei Studenten sehr beliebt. Die meisten älteren Menschen ab 65 Jahren wohnen übrigens in Hadern und Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln (21,8 Prozent). Die wenigsten in der Ludwigs-Isarvorstadt (10,9 Prozent).

An der Platzverteilung hat sich ebenfalls wenig geändert: Leben in Schwabing-West 157 Einwohner auf einem Hektar, lebt es sich in Aubing-Lochhausen-Langwied geräumiger: Auf einen Hektar kommen hier nur 13 Einwohner. Der Bezirk mit den wenigsten Menschen: Altstadt-Lehel (21 122). Der einwohnerstärkste Bezirk ist Ramersdorf-Perlach mit 112 371 Menschen.

Ausländer schieben Einwohnerzahl an

Der statistische Höhepunkt des Jahres 2015: Im Mai wurde mit der kleinen Amelia der 1,5-millionste Münchner geboren. „So ein Ereignis hatten wir zuletzt 1957, als München zur Millionenstadt wurde“, sagt Uta Thien-Seitz. Im Dezember 2015 lebten in München schon 1 521 678 Menschen, 30 997 mehr als im Jahr zuvor. Vor allem viele Ausländer wählen München zur Heimat. 419 391 wohnten Ende 2015 in der Stadt, 26 019 mehr als 2014. Der größte Teil dieser Menschen zog aus anderen europäischen Ländern zu, vor allem aus Kroatien, Rumänien und Italien, gefolgt von den Ländern Afghanistan und Syrien. Nur ein kleiner, laut Uta Thien-Seitz statistisch fast vernachlässigbarer Teil kam aus Afrika (2988 Menschen).

Den Titel Single-Hauptstadt trägt München zurecht: 822 906 Haushalte verzeichnet das Statistische Amt – in mehr als der Hälfte (54,8 Prozent) leben Singles. Die Hochburg liegt mit 68,8 Prozent in der Maxvorstadt. Kinder (bis 18 Jahre) leben in 16,9 Prozent der Haushalte. Etwas rückläufig ist die Zahl der Ehepaare. 565 102 verheiratete Menschen oder 37,1 Prozent der Bevölkerung waren es Ende 2015, im Jahr zuvor noch 37,3 Prozent.

Frauenüberschuss nimmt ab

Seit jeher hat die Stadt eine stark weibliche Ausprägung, doch das ändert sich zunehmend. Lag der Frauenanteil 1925 zahlenmäßig mit 50 000 deutlich vor dem der Männer, so ist der weibliche Vorsprung mittlerweile auf 19000 geschrumpft.

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