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Münchner Bundespolizei findet Körperkameras gut

Hauptbahnhof

"Bodycams" im Einsatz: Münchner Bundespolizei findet Körperkameras gut

München - Die Bundespolizei München hat sechs Monate lang „Bodycams“ getestet und die Ergebnisse nun veröffentlicht. Einen ersten Änderungsvorschlag gibt es bereits.

Die Beamten der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof finden Körperkameras gut. Ein halbes Jahr haben sie die „Bodycams“ getestet - und die erste Bilanz fiel „überwiegend positiv“ aus, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. 125 Mal trugen Beamte in den vergangenen sechs Monaten Körperkameras. In 21 Fällen wurde aufgezeichnet. 17 der Aufnahmen wurden gelöscht, in vier Situationen wurden sie für strafrechtliche Ermittlungen gesichert. Dabei gefiel es den testenden Beamten laut Mitteilung besser, wenn sie die Kamera an der Brust und nicht an der Schulter trugen.

Beim „polizeilichen Gegenüber“ machte die Bundespolizei vier Typen aus: Einem Teil der Menschen fiel die Kamera laut Zwischenfazit trotz der Aufschrift „Videoüberwachung“ nicht auf, andere legten im Wissen um die Aufzeichnung ihr aggressives Auftreten ab und wurden kooperativ. Bei manchen brachte die Kamera allerdings auch überhaupt nichts - sie war ihnen schlicht egal.

Bisher ein Nachteil: Die Kamera zeichnet keinen Ton auf

Die vierte Gruppe machte es der Bundespolizei laut Mitteilung ein wenig schwer: Bei Betrunkenen, die für einen großen Teil der Einsätze am Hauptbahnhof verantwortlich seien, bringe die Kamera nicht sonderlich viel, weil dabei meist verbale Beleidigungen oder Drohungen eine Rolle spielten. Die Kamera zeichnet aber keinen Ton auf. „Hier sprachen sich die Münchner Bundespolizisten eindeutig für eine Änderungen und künftige Tonaufzeichnung aus“, hieß es weiter.

Die „Bodycams“ sollen Angriffe auf Polizisten verhindern. Neben München sind Stuttgart Düsseldorf, Köln und Berlin Teile des Pilotprojektes.

dpa

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