+
Drei Menschen starben heuer bereits Jahr am Aconcagua

53-Jähriger stirbt in Argentinien

Münchner Architekt tot im Zelt

Buenos Aires - Er wollte sich einen großen Traum erfüllen – und ist dabei für immer eingeschlafen. Der Münchner Architekt Christoph von N. (53) ist am Freitag auf dem 6962 Meter hohen Aconcagua in Argentinien ums Leben gekommen.

Ein Begleiter habe ihn im Lager „Nido de Cóndores“ (Kondoren-Nest) in circa 5500 Metern Höhe bewusstlos im Zelt gefunden, sagte Daniel Gomez von der Umweltbehörde der Provinz Mendoza. Das berichtet die argentinische Zeitung El Diario. Die herbeigeeilten Freunde und der per Funk informierte Rettungstrupp konnten nur noch den Tod des 53-Jährigen feststellen. Woran genau Christoph von N. gestorben ist, ist noch nicht klar – als möglich gilt allerdings ein Herzinfarkt. Eine Obduktion soll jetzt Klarheit bringen, der Leichnam wurde per Helikopter ins Tal gebracht.

Christoph von N., der als Architekt in Vaterstetten arbeitete, galt als sehr erfahrener Bergsteiger. Außerdem war er als Skilehrer aktiv.

Vor gut zehn Tagen war der Münchner mit einer zwölfköpfigen Gruppe zu einer Gipfel-Expedition am Aconcagua aufgebrochen. Die Gruppe hatte sich für den Anstieg von der Nordseite her entschieden – diese Route gilt unter mehreren Möglichkeiten als die einfachste. Trotzdem ist die Tour anspruchsvoll: Dafür sorgt schon allein die Höhe. Die dünne Luft macht dem Körper zu schaffen. Der Aconcagua, der in der Sprache der Quechua-Indianer „steinerner Wächter“ bedeutet, ist der höchste Berg ganz Südamerikas.

Christoph von N. ist heuer bereits das dritte Todesopfer am Aconcagua. Anfang Januar waren an dem Felsriesen zwei amerikanische Bergsteiger ums Leben gekommen.

tz

Meistgelesene Artikel

Wegen erbarmungsloser S-Bahn-Kontrolle: Er verbrennt Isar-Card 

München - Erst beschimpft, dann den Pass entzogen: Weil eine Chinesin ihr Ticket nicht stempelte, ergriff ein Kontrolleur in der S8 drastische Maßnahmen. Ein Journalist …
Wegen erbarmungsloser S-Bahn-Kontrolle: Er verbrennt Isar-Card 

Jens Lehmann: Motziger Auftritt im Messerstecher-Prozess

München - Sacko, Ledertasche, grimmiger Blick: So betrat Jens Lehmann (46) am Mittwoch Vormittag das Landgericht. Der Ex-National-Torwart musste als Zeuge im Prozess …
Jens Lehmann: Motziger Auftritt im Messerstecher-Prozess

Wiesn-Messerstecherei: Das sagte Zeuge Owomoyela

München - Was passierte an diesem einen fatalen Wiesn-Abend vor dem Käferzelt? Der Streit endete fasst tödlich. Mit Ex-Fußballprofi Patrick Owomoyela fing alles an. Und …
Wiesn-Messerstecherei: Das sagte Zeuge Owomoyela

Todkranke Nina: Jetzt ist sie erlöst

München - Am Ende verlor sie den aussichtslosen Kampf gegen die unheilbare Nervenkrankheit ALS. Nina Zacher, deren Schicksal viele Leute bewegte, ist tot.
Todkranke Nina: Jetzt ist sie erlöst

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion