Untergiesing - oder auch Klein-Venedig

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Diese zehn Wohlfühlorte machen Nicht-Münchner neidisch

München - Hofbräuhaus, Viktualienmarkt, Residenz – Touristen kennen die üblichen Sehenswürdigkeiten. Doch München hat weit mehr zu bieten. Merkur-Redakteure haben wunderbare Orte zusammengetragen, die nicht jeder kennt.

Klein-Venedig

Untergiesing wird oft unterschätzt – dabei birgt das ehemalige Arbeiterviertel viele Schätze. Einer davon ist die versteckte kleine Mondstraße. Aber es sind nicht nur die hübschen Häuser, die die Straße zu etwas Besonderem machen, sondern vor allem der freigelegte Auer Mühlbach, der friedlich an den Gärten vorbeifließt. Der idyllische Ort trägt nicht umsonst den Namen „Münchens Klein-Venedig“. Nur, dass das echte Venedig kein Geheimtipp ist. 

Jederzeit zugänglich.  

Gaststätte Großmarkthalle

Wer bodenständige Einheimische erleben möchte, die sich auf ein Weißbier treffen, sollte in der „Gaststätte Großmarkthalle“ vorbeischauen. Die Wirtsleute Ludwig Wallner und Gabi Walter verströmen schon durch ihre Präsenz urmünchnerisches Flair. Dazu gibt es originale hausgemachte Weißwürste. Viele sagen: die besten der Stadt. Vorsicht: Unter der Woche ist bereits um 17 Uhr Feierabend, samstags sogar schon um 13 Uhr. 

Gaststätte Großmarkthalle, Kochelseestraße 13, Telefon 089/ 76 45 31

Hirschau

Ein Ort der Ruhe: Die Hirschau.

Auf halber Strecke durch den Englischen Garten versteckt sich die Hirschau – ein Ort der Ruhe, perfekt für einen Zwischenstopp auf der Radltour. Wenn andere Biergärten überquellen, gibt es hier meist noch freie Plätze (auch bei Fußballübertragungen auf Großbildleinwand). Direkt am Biergarten liegt eine Tennisanlage. Erst Sport, dann Genuss – die perfekte Symbiose. Inhaber und Wiesn-Wirt Wiggerl Hagn ist oft selber da. Besonders beliebt sind die Live-Auftritte lokaler Swing- und Jazz-Combos (donnerstags bei schönem Wetter). Ihre Kinder können Eltern auf dem Abenteuerspielplatz vom Tisch aus im Blick behalten. Wer nicht in den Biergarten will, kann ins Restaurant gehen – das man auch für Geburtstage und Hochzeiten buchen kann. 

Hirschau, Gyßlingstraße 15; Biergarten: 11.30-23 Uhr, Wochenende ab 10 Uhr; Restaurant: täglich 11.30 bis 23 Uhr; Telefon 360 90 49-0.

Surfwelle Thalkirchen

An der Anfängerwelle für Surfer, nahe der Floßlände in Thalkirchen, dominiert die Natur. Während die meist überfüllte Eisbachwelle am Haus der Kunst Berühmtheit erlangte, kennt kaum einer die Thalkirchner Welle. Dabei ist sie die Ur-Welle Münchens. Hier stiegen 1972 die allerersten Stadt-Surfer auf ihre Bretter. An der stehenden Welle zusehen, an der Isar entlangspazieren oder in den Tierpark gehen: Überall lauert hier Erholung. An Wochenenden ist der Ort aber oft überfüllt. 

U3 bis Thalkirchen. Gesurft wird zwischen Mai und Oktober.

Barroom

Genial winzig: „Barroom“.

In der wohl kleinsten Bar Münchens können Cocktail-Genießer 20er-Jahre-Flair erleben. Den Großteil des schmalen Raumes füllt die Theke aus. Wirklich, diese Bar in Haidhausen ist winzig. Von Dienstag bis Samstag können Gäste Inhaber Emanuele Ingusci dabei zusehen, wie er mit Hingabe Cocktails schüttelt. Ingusci raspelt Orangenschalen über die Getränke oder verfeinert mit einem Hauch Absinth. 

Barroom, Milchstraße 17, Telefon 44 14 27 62, Dienstag bis Samstag ab 20 Uhr.

Olympiadach

Kletterspaß: Geführte Touren am Olympiadach.

Auf der Tour über das Olympiadach wird man von einer phänomenalen Aussicht entzückt. Ist das Wetter gut und sind die Augen gesund, sieht man bei klarer Luft bis zu den Alpen. Die Tour ist professionell geführt und gesichert. 

Preis: 43 Euro für Erwachsene, 33 Euro für Kinder (10 bis 15 Jahre) und Studenten.

Café im Vorhoelzer Forum

Auf der Dachterrasse der TU München versinkt die Sonne am schönsten, und am besten mit einem eisgekühlten Longdrink in der Hand. Trotzdem ist das Café Vorhoelzer ein eher unbekannter Fleck über den Dächern der Stadt. Angeblich treiben sich hier nur Studenten herum. Doch so sind eben Gerüchte: oft stimmen sie nicht. Selten ist die Bandbreite der Generationen so groß wie im Vorhoelzer.  

Arcisstraße 21, Öffnungszeiten: Ende April bis Ende September, 9 bis 22.30 Uhr, Oktober bis April, Montag bis Sonntag 9 bis 21 Uhr.

Rosengarten

Dieser Ort ist einer der romantischsten der Stadt. Seit 1955 testen Experten im Rosengarten in Untergiesing, welche Arten sich für den Anbau in der Stadt eignen. Wer seine Liebe mit Rosenduft verzücken möchte, sollte unbedingt an diesem verträumten Plätzchen wandern oder picknicken. 

Sachsenstraße 2, U2 bis Kolumbusplatz. Geöffnet: Mo. bis Fr.: 7 bis 21 Uhr, Sa., So., feiertags: 9 bis 21 Uhr. Oktober bis März: Mo. bis Fr.: 7 bis 18 Uhr, Sa., So., feiertags: 9 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

Museum für Abgüsse

Spannend: das Museum für Abgüsse.

Nicht Schlangestehen vor dem Louvre oder den Vatikanischen Museen? Das ist möglich, obwohl man die berühmtesten Antiken der Welt bestaunen möchte – und zwar, richtig, in München. Unser künstlerischer Geheimtipp führt in das Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke an der Katharina-von-Bora-Straße 10, im Haus der Kulturinstitute. Da findet der Genießer von der Laokoon-Gruppe bis zur Venus von Milo die herrlichsten Skulpturen exakt genauso wie die Originale, denn aufgemerkt: Abguss ist Abguss. 

Geöffnet: Mo., Di., Mi, Fr. 10 bis 18 Uhr; Donnerstag 10-20 Uhr. Sa, So. und Feiertag geschlossen; Eintritt frei.

Stufen vor der Glyptothek

Sonne tanken viele Münchner an der Glyptothek.

Es gibt keine offiziellen Studien zum sonnigsten Ort Münchens, aber gefühlt liegt er in der Maxvorstadt: Auf den Stufen vor der Glyptothek am Königsplatz kann man selbst im Winter Wärme tanken. Sobald die Sonne nur kurz hervorlugt, bündelt sich hier ihre ganze Energie. Einheimische kommen sogar im Februar, setzen sich mit Sonnenbrille auf die Stufen, lesen oder beobachten die anderen Sonnenhungrigen. Echtes Münchner Lebensgefühl.  

Geöffnet: Jederzeit – außer bei Großveranstaltungen auf dem Königsplatz.

Video: Die Beach Boys staunen über Münchner Eisbachwelle

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