Dreimal Körperverletzung am Samstag

Gewalttätiger Biesler und Kopfnuss gegen Bahnmitarbeiter

München - Drei Körperverletzungsdelikte ereigneten sich am Samstag in und an Münchner Haltestellen. Sie beschäftigen nun Bundespolizei und Justiz.

Gegen 02.40 Uhr urinierte ein 18-jähriger Pole an einer Wand im S-Bahnbereich der Haltestelle Marienplatz. Ein 27-Jähriger aus Bosnien-Herzegowina sprach den Mann auf sein Fehlverhalten an. Daraufhin schlug der Pole dem Bosnier mehrmals mit der Faust unvermittelt ins Gesicht. Eine Streife der Deutsche Bahn Sicherheit bekam den Vorfall mit und trennte die Beteiligten, bevor es zu einer weiteren Eskalation kommen konnte. Beim Polen wurde von der Bundespolizei ein Atemalkohol von 1,78 Promille gemessen. Er konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Wache freien Fußes verlassen und wird sich nun wegen Körperverletzung strafrechtlich verantworten müssen.

Um 5 Uhr gerieten am Münchner Hauptbahnhof mehrere Personen in eine verbale Auseinandersetzung. Ein 35-jähriger Rumäne packte einen 40-jährigen Nigerianer am Hals und schleuderte ihn zu Boden. Nachdem der Afrikaner aufgestanden war, revanchierte er sich und stieß seinen Widersacher um. Alarmierte Streifen der Bundespolizei trennten die Beteiligten, bevor die Lage eskalieren konnte. Gegenüber den Beamten verhielt sich der Rumäne aggressiv, so dass er gefesselt werden musste. Auf der Wache griff er Beamte tätlich an und versuchte mehrfach nach ihnen zu schlagen. Später musste auch die vom Richter angeordnete Blutentnahme mittels Zwang durchgesetzt werden, da sich der Mann heftig dagegen wehrte. Beide Beteiligten waren alkoholisiert. Beim Rumänen wurden 1,24 Promille im Atem gemessen, beim Nigerianer 2,12. Jetzt wird gegen beide wegen Körperverletzung und gegen den Afrikaner zusätzlich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Bereits am späten Samstagnachmittag, gegen 17.40 Uhr, hatten Mitarbeiter des zivilen Fahrkartenprüfdienstes vor dem S-Bahnhaltepunkt Hirschgarten einen 21-jährigen Syrier in der S-Bahn kontrolliert. Da der Syrier keine Fahrkarte vorweisen konnte, sollte er sich ausweisen. Am Hirschgarten verließen alle Beteiligten die S-Bahn. Der Syrier verweigerte seine Personalien und flüchtete nach einem Kopfstoß gegen einen Bahnmitarbeiter. Allerdings kehrte er kurze Zeit später wieder an den S-Bahnhaltepunkt zurück. Die noch dort befindlichen DB-Mitarbeiter erkannten ihn wieder und alarmierten die Bundespolizei. Diese ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Leistungserschleichung gegen den 21-Jährigen.

mm/tz

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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