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Ein Löffel für dich, ein Löffel für mich: Caroline Steingruber füttert Tim Nichols in der Aroma Kaffeebar mit Porridge. Die beiden wollen den warmen Haferbrei, den Engländer gerne frühstücken, auch in Deutschland populär machen.

Gründer von „3 bears“

Zwei Münchner wollen Porridge populär machen

Zwei Münchner wollen Porridge in Deutschland populär machen. Caroline Steingruber und Tim Nichols erklären, warum der Haferbrei eine gute Alternative zu Semmeln und Co. ist.

Das Märchen von Goldlöckchen und den drei Bären kennt in England jedes Kind. Es handelt von einem Mädchen, das in das Haus einer Bärenfamilie eindringt, als diese nicht zu Hause ist. Jeder Bär hat seinen eigenen Stuhl, seine eigene Breischüssel, sein eigenes Bettchen. Das Mädchen probiert alles aus, auch das Essen in den Schüsseln, das gerade abkühlt. Den Brei des Bärenvaters findet es zu kalt, den der Bärenmutter zu warm – doch der des Babybären ist „genau richtig“!

Nicht zu süß, nicht zu pampig, sondern genau richtig! So soll auch der Haferbrei schmecken, den Caroline Steingruber, 31, und ihr Freund Tim Nichols, 34, seit einigen Monaten herstellen. Wobei der Haferbrei bei ihnen „Porridge“ heißt, wie in Tims Heimat England, und ihre gemeinsame kleine Firma, wie soll es anders sein: „3Bears“, „drei Bären“.

Drei Sorten Haferbrei gibt es bereits von „3bears“-Porridge.

In Deutschland genießt der Haferbrei keinen guten Ruf. Unter dem Namen Haferschleim kann man nicht nur kleine Kinder erst recht damit jagen. Der süße Pampf ist nicht jedermanns Sache. Auch in England war Porridge aus der Mode gekommen – bis er auf einmal wieder „cool“ wurde. Wie so oft heutzutage, wenn Dinge, die aus der Zeit gefallen scheinen, neu entdeckt werden. Siehe Hornbrillen und Vollbärte. In England kam der Brei vor einigen Jahren also wieder in immer mehr Haushalten auf den Frühstückstisch. Caroline Steingruber sagt: „Porridge ist halt etwas Altbewährtes.“

Der Porridge-Trend erreichte auch Caroline und Tim, die zu jener Zeit in London lebten. „Wir haben oft Porridge zum Frühstück gegessen“, erzählt Caroline. „Das ist eine tolle Alternative zu Brot und Brötchen. Viele starten gerne mit etwas Warmem im Bauch in den Tag.“

Und nur weil Porridge gesund ist, heißt das nicht, dass er nicht auch gut schmecken kann, findet Caroline. Ihre eigenen Kreationen sind nur aus natürlichen Zutaten, betont sie, die Fruchtstücke sind extra groß, die Haferflocken kommen aus einer kleinen Mühle in Süddeutschland. Drei Sorten – kerniger Klassiker, zimtiger Apfel und fruchtige Kokosnuss – gibt es bereits mit dem Logo der drei Bären. Der geschwungene Schriftzug ist übrigens Carolines Handschrift. Mit Probier-Packungen im Gepäck, leistet sie derzeit Überzeugungsarbeit, währen Tim sich um die Finanzen der jungen Firma kümmert.

In München hatte Caroline schon bei einigen Cafés und Feinkostläden Erfolg. Dort steht der Haferbrei zum Anrühren nun in den Regalen. In anderen deutschen Großstädten ist die 31-Jährige gerade unterwegs, um mit Geschmack zu punkten.

„3Bears“-Porridge gibt es in der Aroma Kaffeebar (Pestalozzistraße 24) und bei Dallmayr (Dienerstraße 14) zu kaufen. Im Café Schneewittchen (Am Glockenbach 8) steht es auf der Speisekarte. Bestellen kann man es (400 Gramm für 4,90 Euro) online auf der Seite www.3bears.de.

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