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In Hadern herrscht oft Parkplatzmangel. 

Parkplatz-Ärger bei der Bürgerversammlung

Haderner hadern mit dem Verkehr

München - Anwohner stellen auf der Bürgerversammlung in Hadern zahlreiche Anträge zu Gefahrenstellen an Straßen und Parkplatz-Mangel im Stadtbezirk.

Die Haderner haben es nicht leicht. In vielen Straßen herrscht Parkplatzmangel, das steigende Verkehrsaufkommen belastet die Menschen im Viertel sehr. Kein Wunder also, dass das Thema auch die diesjährige Bürgerversammlung dominierte. Eine ganze Reihe von gefährliche, unübersichtliche Stellen treibt die Bürger um: Etwa dort, wo die Franz-Kendler-Straße in die Heiglhofstraße einmündet. Völlig zugeparkt sei dort alles, kritisierte eine Bürgerin und beantragte „mehr polizeiliche Kontrollen und Verwarnungen“ sowie ein absolutes Halteverbot. Die rund 250 Versammlungsbesucher stimmten dem mehrheitlich zu.

Ähnliches berichtete ein Besucher über die Ecke Eichenstraße und Würmtalstraße: „Für Radfahrer ist nicht erkennbar, dass dort eine Straße einmündet.“ Es entstünden immer wieder „kritische Situationen“. Der Grund sei auch hier wildes Parken. Eine Anwohnerin bestätigte dies und forderte ein Parkverbot im Einmündungsbereich. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen. Bei einem Ortstermin soll nun geklärt werden, wie die Lage entschärft werden kann.

Stark zugenommen habe der Verkehr auch am Stiftsbogen, klagte ein Anwohner. Die rund einen Kilometer lange Tempo-30-Zone, an der eine Kita, ein Seniorenheim und ein Krankenhaus liegen, werde häufig als Abkürzung genutzt. „Viele fahren dort zu schnell“, so der Anwohner. Er beantragte Tempo-30-Hinweise auf dem Asphalt. Stefan Schmidt vom Kreisverwaltungsreferat konnte den Bürgern jedoch keine Hoffnung machen. Solche Markierungen gebe es laut Stadtratsbeschluss erst ab einer Tempo-Sünder-Quote von über 20 Prozent. Heißt, dass mehr als jeder fünfte Autofahrer zu schnell unterwegs ist. Am Stiftsbogen werde laut Schmidt relativ oft die Geschwindigkeit gemessen, die Beanstandungsquote liege aktuell nur bei 12,23 Prozent. Dennoch schlossen sich die Bürger mehrheitlich der Forderung des Anwohners an.

Auch in den Wohngebieten rund ums Klinikum Großhadern brodelt es. Anwohner finden dort keine Parkplätze und fordern seit längerem ein Parklizenzgebiet. Ohne Erfolg. Der Bezirksausschuss-Vorsitzende und CSU-Stadtrat Johann Stadler erklärte, das Planungsreferat habe das Gebiet bereits unter die Lupe genommen. „Es wurde festgestellt, dass in der zweiten und dritten Häuserreihe der Parkdruck so sehr abnimmt, dass keine Notwendigkeit für eine Parklizensierung vorliegt.“

Positive Nachrichten hatte der zuständige Leiter der Polizeiinspektion 41 Peter Gloël, im Gepäck: „Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Inspektion ist weiter rückläufig.“ Sie habe sich im Zeitraum Oktober 2015 bis Oktober 2016 im Vergleich zum Vorjahr um etwa zwei Prozent reduziert.

Brigitta Wenninger

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