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Eine gemischte Polizeistreife.

Bundespolizei berichtet

Kontrolleur gebissen, S-Bahn besprüht: Turbulentes Wochenende in München

München - Für die Beamten der Bundespolizei hatte es das Wochenende in München in sich. Sie mussten mehrere Gewaltdelikte bewältigen; zwei gesuchte Straftäter wurden überführt. 

Ein 33-jähriger Pole stellte sich am Freitagabend bei der Bundespolizei vor. Ein Datenabgleich ergab eine Festnahmeausschreibung der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Der Pole war wegen Erschleichens von Leistungen zu einer Geldstrafe in Höhe von 473,50 Euro verurteilt worden. Da er die Strafe bislang nicht beglich, auch kein Bargeld beibringen konnte, wurde er den bayerischen Justizbehörden zugeführt. Ihn erwartet nun eine 20-tägige Ersatzfreiheitsstrafe.

Am Samstag mussten zwei Streifen der Bundespolizei zu einer S1 nach Feldmoching ausrücken. Zwei Nigerianer (23 und 24 Jahre alt) befanden sich kurz nach 21 Uhr ohne Fahrschein in der stadteinwärts fahrenden Bahn. Erst soll es verbalen Streit gegeben haben, dann zu Beleidigungen und Bedrohungen gegenüber vier Fahrscheinkontrolleuren gekommen sein. Im Verlauf des Streites soll der 24-Jährige einem 27-jährigen griechischen S-Bahnkontrolleur laut Bundespolizei in den Finger gebissen haben. Der Gebissene konnte seinen Dienst fortsetzen. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung. 

Kenianer und Obdachlose prügeln sich

Gleich zweimal wurde ein 30-jähriger Belgier am Hauptbahnhof München gebändigt werden. Erst verweigerte er am Freitag (5. August) gegen 17:10 Uhr bei einer Personenkontrolle Angaben und die Herausgabe eines Ausweises. Als er den Anordnungen der Beamten nicht Folge leistete, wollten die ihn zur Dienststelle mitnehmen. Er leistete so sehr Widerstand, dass er erst mit Unterstützung weiterer Beamter zur Wache gebracht werden konnte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Belgier unter Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten auf freien Fuß gesetzt. 

24 Stunden später trafen Beamte der Polizeiinspektion 16 auf den 30-Jährigen. Als er die Kollegen zur Dienststelle begleiten sollte, kam es erneut zu Widerstandshandlungen. Eine Streife der Bundespolizei unterstützte die Landesbeamten, so dass der Belgier gefesselt zur PI 16 verbracht werden konnte. Ein Beamter der Hauptbahnhofpolizei wurde dabei leicht verletzt, blieb jedoch dienstfähig. Der Belgier wurde nach dem zweiten Vorfall dem Haftrichter vorgeführt.

Ebenfalls am Samstag kam es am Ostbahnhof zu einer wechselseitigen Körperverletzung zwischen einem 20-jährigen Kenianer und einer 52-jährigen wohnsitzlosen Deutschen. Am Eingang eines Schnellrestaurantes waren beide aus bislang unbekannter Ursache in Streit geraten. Dabei soll der Kenianer die Frau aus Krefeld laut Bundespolizei verbal angegangen haben. Die Frau soll daraufhin dem Afrikaner das Handy aus der Hand geschlagen haben, dass nach dem Aufprall am Boden Beschädigungen aufwies. Der Kenianer soll der 52-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Die Bundespolizei hofft nach Einvernahme mehrerer Zeugen Licht ins Dunkel zu bringen und ermittelt derzeit wegen wechselseitiger Körperverletzung sowie Sachbeschädigung.

40 Quadratmeter S-Bahn besprüht

Am Sonntag kontrollierte Beamte am Ostbahnhof einen 35-jährigen Deutschen. Ein Datenabgleich förderte einen Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen Diebstahls zu Tage. Während der Sachbearbeitung auf der Dienststelle brach der 35-Jährige zusammen und lag zitternd, kaum ansprechbar am Boden. Angeforderte Rettungssanitäter verbrachten ihn zur weiteren Behandlung in eine Münchner Klinik. Nach ersten Informationen ist der 35-Jährige Betäubungsmittelkonsument. Für den Mann musste seitens der Bundespolizei eine Bewachung im Krankenhaus organisiert werden.

Am Sonntagmorgen schließlich kam es auch noch zur gemeinschädlichen Sachbeschädigung. Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn meldete eine männliche Person, die am S-Bahnhaltepunkt Buchenau eine S-Bahn besprühte. Drei Streifen der Bundespolizei sowie Kräfte der Deutsche Bahnsicherheit machten sich auf den Weg, konnten den Täter aber nicht mehr antreffen. An drei Waggons einer abgestellten S-Bahn war eine Fläche von rund 40 m² besprüht worden. Der Sachschaden: rund 2.000 Euro. Durch den Einsatz kam es auch zu einer kurzzeitigen Streckensperrung und geringen Behinderungen im S4-Verkehr. Ein Fahndung verlief negativ, derzeit wird gegen Unbekannt ermittelt.

mm/tz

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