+
Augenzeuge Richard Groblewski hat Glück gehabt: Als der Kran auf das Dach krachte, wurde er nur leicht verletzt.

Kran kracht ungebremst ins Dach

Augenzeuge: "Ich hatte wahnsinniges Glück

München - Bei einem dramatischen Baustellenunglück in Haidhausen ist ein Lehrling am Dienstag schwer verletzt worden. Ein Kran war plötzlich in sich zusammengesackt. Metallteile stürzten auf die Straße und trafen ein Auto.

Es ist gegen 11.30 Uhr, als die sieben Arbeiter auf dem Dach vor ohrenbetäubendem Lärm zusammenzucken. „Ich hatte in dem Moment keine Idee, was es sein könnte“, sagt Trockenbauer Richard Groblewski. „Dann flogen auch schon die Trümmer.“ Der 53-Jährige wird von einem Balken am Kopf getroffen. „Ist aber nicht so schlimm“, sagt der in München lebende Pole. Und: „Ich hatte wahnsinniges Glück.“ Anders ein 19-jähriger Zimmerer-Azubi aus Lenggries. Der junge Mann war von Kranteilen getroffen worden. Er erlitt schwere Verletzungen an Kopf, Becken und Beinen.

Handwerker Richard Groblewski war bei dem Unfall auf dem Dach.

Wie es zu dem Unglück gekommen war, blieb am Dienstag unklar. Der ferngesteuerte Lastenkran ist auf der Rosenheimer Straße – nahe der Kreuzung mit der Orleansstraße – aufgebaut, weil an einem siebenstöckigen Wohnhaus das Dach komplett erneuert wird. Während gerade sieben Arbeiter auf dem Dach beschäftigt waren, sackte der ausgefahrene Teil des Krans plötzlich etwa acht Meter nach unten. Der Ausleger des Krans knallte ungebremst auf den Dachfirst und knickte etwa in der Mitte ab.

Fotos vom Unfall

Bilder vom Unfall

Durch den heftigen Aufprall löste sich das Abspannseil auf der Kranrückseite. Die Metallstange, von der das Seil gehalten wurde, stürzte auf die Rosenheimer Straße hinab. Dort krachte sie auf einen VW Golf, dessen Fahrer gerade an der Ampel wartete. Die Heckscheibe zersplitterte, das Dach wurde leicht demoliert – der Fahrer aus Regensburg blieb laut Polizei aber unverletzt.

Vor Ort hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Unfallursache übernommen. Hierfür wurden auch Gutachter angefordert. Bemerkenswert ist, dass an dem Kran offenbar keine Last hing, als er plötzlich zusammensackte.

Nach dem Unfall war die Rosenheimer Straße zwischen Orleansstraße und Pariser Straße etwa drei Stunden lang komplett gesperrt. Es kam zu erheblichen Behinderungen auf den umliegenden Straßen.

Von Sven Rieber

Auch interessant

Kinder-Trachtenhemd weiß

Kinder-Trachtenhemd weiß

Kinder-Trachtenhemd weiß
Kinder-Trachtenhemd rotweiß-kariert

Kinder-Trachtenhemd rotweiß-kariert

Kinder-Trachtenhemd rotweiß-kariert
Kurze Trachtenlederhose braun

Kurze Trachtenlederhose braun

Kurze Trachtenlederhose braun
Trachtenweste / Gilet weinrot

Trachtenweste / Gilet weinrot

Trachtenweste / Gilet weinrot

Meistgelesene Artikel

Münchnerin gewinnt israelischen Start-Up-Wettbewerb

München/Tel Aviv - Anja Müller aus München ist die deutsche Siegerin des „Start Tel Aviv 2016“-Wettbewerbs. Die 26-Jährige gewann eine Reise zu Israels größtem …
Münchnerin gewinnt israelischen Start-Up-Wettbewerb

Städtischer Wohnungsbau: So kämpfen Bürger um ihre Bolzplätze

München - Die Stadt München will im Moment tausende neue Wohnungen bauen. Doch viele davon sollen auf Kosten von Grünflächen errichtet werden. Die Bürger wehren sich.
Städtischer Wohnungsbau: So kämpfen Bürger um ihre Bolzplätze

Elisabethmarkt: Warum sich jetzt Protest regt

München - Der Abriss der alten Standl am Elisabethmarkt würde relativ protestlos verlaufen – dachte man. Bis jetzt. Eine Schwabinger Initiative hat 12 000 Unterschriften …
Elisabethmarkt: Warum sich jetzt Protest regt

Lieferte er die Waffen für den Terror in Paris?

München - In München hat am Freitag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Waffenlieferanten begonnen. Er soll den Terror in Paris befeuert haben.
Lieferte er die Waffen für den Terror in Paris?

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion