Kommentar

Kulturstrand: Es droht die schlechteste Lösung

München -Die Urbanauten sollten ihre Niederlage endlich eingestehen. Der Streit um den Kulturstrand schadet dieser Stadt, kommentiert Merkur-Redakteur Felix Müller.

Eine „Stadt für alle“ – in Frankfurt sieht man an jeder Ecke Graffiti mit dieser Forderung. Denn darum geht es in den teuren Städten: Der Discounter weicht dem Bio-Laden, der Metzger dem teuren Szene-Café, das Mietshaus sündhaft teuren Eigentumswohnungen. München droht wie Frankfurt ein sehr teurer, sehr gleichförmiger Ort zu werden. Umso tragischer, wenn sich die wenigen, die sich diesem Trend entgegenstellen, gegenseitig bekriegen. Und zum alten Kampf Kommerz gegen Kultur der Kampf unter den Kulturschaffenden hinzukommt.

Der Kampf um den Kulturstrand wurde nur von einer Seite unfair geführt: von den Urbanauten. Ihr Ärger mag verständlich sein, schließlich hätte die Stadt das Verfahren klarer und schneller organisieren müssen. Der Urbanauten-Strand hat tausenden Münchnern gefallen. Doch es gibt kein Patent auf das vergleichsweise einfallslose Konzept – Strandbars mit teuren Getränken gibt es in jeder Großstadt der Welt.

Für einen öffentlichen Ort sollen auch andere Akteure Ideen anmelden dürfen. Doch Ober-Urbanaut David trat immer wieder nach, wollte die Niederlage nicht akzeptieren. Nicht einmal jetzt, da das KVR die Neuvergabe bestätigt hat. David droht mit einer Klage, nur um zu verhindern, dass es überhaupt einen Strand gibt. Das, so viel ist sicher, wäre die schlechteste Lösung für eine „Stadt für alle“.

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