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Grün und blau vereint auf Streife: Die Bundespolizei und die Landespolizei machen seit Dienstag gemeinsame Sache am Hauptbahnhof.

Am Hauptbahnhof

Landes- und Bundespolizei: Erste gemeinsame Streife

München - Im März hatte es Innenminister Joachim Herrmann angekündigt, jetzt war es soweit - die Bundes- und die Landespolizei gingen am Dienstag zum ersten Mal gemeinsam Streife.

Grünuniformierte Landespolizisten und blaugewandete Bundespolizisten sind seit gestern im und um den Hauptbahnhof gemeinsam auf Streife. Das hat den Vorteil, dass gesetzlich definierte Grenzen bei den Zuständigkeiten zwischen Landes- und Bundespolizei wegfallen. Geraten beispielsweise Personengruppen vor dem Bahnhofseingang aneinander, ist die Landespolizei zuständig. Wenn dieselben Schläger wenig später im Hauptbahnhof weiter prügeln, kommt die Bundespolizei. Jede Polizei eröffnet unter Umständen ein Ermittlungsverfahren. Erst bei der Staatsanwaltschaft werden die Verfahren zusammengeführt. Das soll in Zukunft einfacher werden.

Ein weiterer Baustein der neuen Kooperation ist, dass im Kommissariat 24 an der Türkenstraße künftig zwei Beamte der Landes- und zwei der Bundespolizei, die auf Körperverletzungsdelikte spezialisiert sind, für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständig sein werden. Durch die räumliche Nähe sollen die Polizisten die Daten der Fälle schneller abgleichen können und Ermittlungen optimieren.

Ziel der Aktion: Mehr Präsenz am Hauptbahnhof

Mehr Personal wird es wie berichtet nicht geben, stattdessen soll Bürokratie abgebaut werden. Da man sich Schreibarbeit spart, erhofft man sich mehr Zeit, um Präsenz am Hauptbahnhof zeigen zu können. Vor allem die Situation an den drei Eingängen macht den Beamten schon seit längerer Zeit Sorgen. Eine stärkere Präsenz soll das subjektive Sicherheitsgefühl der Münchner und der Pendler verbessern.

Die Aktion Münchner Fahrgäste begrüßt dieses äußere Zeichen der Zusammenarbeit von verschiedenen Behörden außerordentlich. Denn leider sei die Sicherheit und Ordnung am Hauptbahnhof nicht in einem Zustand, den man in der Bayerischen Landeshauptstadt zu Recht erwarten könne. „Gerade noch rechtzeitig haben die Verantwortlichen erkannt, dass dringender Handlungsbedarf zur Erhöhung der Sicherheit und Ordnung besteht“, sagt Sprecher Andreas Nagel. „Wir erwarten auch von anderen Einrichtungen ein verstärktes Engagement. Nur gemeinsam kann die Lage am Hauptbahnhof wieder auf einen angemessenen Stand gebracht werden.“

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