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Edward Snowden während seiner Live-Schalte zum Editors Lab der SZ.

Auftritt bei Medien-Event in München

Video: Snowden kritisiert die Bundesrepublik

München - Der durch Geheimdienst-Enthüllungen bekannt gewordene Ex-CIA-Mitarbeiter Edward Snowden spricht am Mittwoch auf einem Medien-Event der SZ in München. Der Live-Stream.

In den Vereinigten Staaten ist Edward Snowden durch seine Enthüllungen über die weltweite digitale Überwachung der US-Geheimdienste einer der meistgesuchten Männer. Hacker und Aktivisten feiern ihn für seine Arbeit, doch es gibt auch Kritik an Snowden, der Staatsgeheimnisse der USA öffentlich und dadurch auch Menschen zugänglich machte, die Washington eher weniger freundlich gesinnt sind.

Am Mittwoch soll Snowden auf dem von der Süddeutschen Zeitung ausgerichteten Editors Lab live zugeschaltet werden. Das Medienevent dreht sich um die Zukunft des digitalen investigativen Journalismus‘ und der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter soll vor allem über die Themenbereiche Privatsphäre, Überwachung und Freiheit sprechen. Die virtuelle Diskussion mit Snowden können Sie ab etwa 11.30 Uhr im Live-Stream verfolgen:

Der Whistleblower äußerte sich in der live bei YouTube übertragenen Konferenz darüber, dass die Überwachung des Internets durch die US-Geheimdienste inzwischen ein bedrückendes Ausmaß angenommen habe und immer noch weiter zunehme. Er rief die Journalisten dazu auf, in verantwortungsvoller Weise ihrem Recht auf Pressefreiheit nachzugehen. Dazu gehöre in heutiger Zeit fast noch mehr als früher das Infrage stellen von Prozessen und Aktionen der Regierung. Snowden dazu: „Offense is easier than defense“ (Offensive ist besser als Verteidigung). 

Auch über ein tagesaktuelles Thema, nämlich dem Eingreifen externer Mächte in die Politik durch das Hacken und Veröffentlichen sensibler Daten sprach Snowden. Laut ihm könnten die Vereinigten Staaten ihre Gegner deutlich einfacher hacken als umgekehrt, doch ein einziger Hack von außen könne allerdings deutlich mehr Schaden anrichten.

Die deutsche Regierung kritisierte der ehemalige Geheimdienst-Mann wegen der zögernden Umsetzung digitaler Strategien. Die Kontrolle von Geheimdiensten bleibe dadurch auf der Strecke.

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