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Sendling-Westpark.

Das ist bitter nötig

Hier entsteht neuer Wohnraum für Münchner Mieter

München - In München wird’s immer enger. Keine Frage, in unserer schönen Stadt eine schöne Wohnung zu finden, ist schwer. Aber immerhin wird gebaut, wie die neuesten Zahlen zeigen: Genau 8445 Wohnungsbaugenehmigungen wurden im vergangenen Jahr erteilt – und die sind bitter nötig.

Zum Vergleich: Die Zahl der Münchner wuchs innerhalb des gleichen Zeitraums um 32 483 Einwohner. Genau 1 521 678 Münchner sind wir somit jetzt. So mancher stellt sich da die Frage: Wo kann man in Zukunft noch unterkommen?

Die neue Bau-Entwicklung führt natürlich dazu, dass München, wenn es wächst, hauptsächlich an den Rändern zunimmt. Nach oben geht das ja bekanntlich nicht, wegen des Hochhaus-Verbotes. Daher werden auch die meisten neuen Wohnungen in Ramersdorf-Perlach hochgezogen. Hier verzeichnet die Stadt immerhin gleich 1167 neue Wohnungsbaugenehmigungen (siehe Karte unten). Und in Bogenhausen sind es noch satte 994 Baugenehmigungen, die in der Statistik aufgelistet werden. Und auch in Schwabing-Freimann tut sich etwas: Dort sind im vergangenen Jahr 499 Bauprojekte abgesegnet worden.

Dann gibt es aber auch die „Problem-Viertel“, wo die Zahl der Wohnungen mit dem Zuzug auch in Zukunft kaum mithalten kann. Beispiel Schwanthalerhöhe: Hier sind nur 29 neue Wohnungen geplant, die Einwohnerzahl wuchs aber 2015 in diesem Stadtteil um gut 600 Menschen. Zudem darf nicht vergessen werden: Nächstes Jahr werden es wieder so viele Neubürger sein. Im Schnitt steigt die Zahl der Münchner nämlich jährlich um gut 25 000 Menschen – und das schon seit Jahren. So hat die Verwaltung nun auch 822.906 Haushalte in unsere Stadt insgesamt gezählt. Zum Vergleich: 2014 waren es noch 809 799!

Auch in Sendling ist die Lage nicht rosig: Dort ist geplant, dass in den nächsten Jahren 69 neue Wohnungen entstehen, aber die Zahl der Sendlinger wuchs in zwölf Monaten um knapp 700. Heißt im Umkehrschluss: Immer mehr Münchner wohnen auf immer engerem Raum zusammen. Auf einem Hektar (das ist ungefähr die Größe eines Fußballplatzes) hausen derzeit 49 Menschen. Vor zehn Jahren waren es noch knapp 40.

Die tz zeigt, wo sich in München für Wohnungssuchende endlich etwas tut.

Sendling-Westpark

Die GWG erprobt an der Hinterbärenbadstraße an einem Modellprojekt die Möglichkeiten, Kosten im Wohnungsbau zu reduzieren. Im Stadtteil Sendling-Westpark entsteht das sogenannte Minimalprojekt: ein Gebäude, das alle technischen und strukturellen Standards, Richtlinien und Vorschriften hinterfragt. Durch eine deutliche Reduzierung der Bauwerkskosten sollte eine Kaltmiete unter 10 Euro pro Quadratmeter erreicht werden. An Baukosten hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG dadurch bereits rund 300 Euro pro Quadratmeter eingespart. 80 Wohnungen sollen entstehen. Dafür wurden alte Wohnblöcke aus den 50er Jahren abgerissen.

Pasing

Pasing.

In der Nähe des Pasinger Bahnhofes baut die GWG entlang der Josef-Felder-Straße (Nordumgehung Pasing) zwölf Mehrfamilienhäuser und zwei Kindertagesstätten. Insgesamt entstehen 339 Wohnungen für unterschiedliche Bevölkerungsschichten sowie ein Nachbarschaftstreff und Büroräume für die Betreuung von Mietern in prekären Lebensverhältnissen. Die GWG München baut ihre neue Siedlung in vier Bauabschnitten, der erste wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 bezogen werden können, der letzte im Herbst 2019.

Berg am Laim

Berg am Laim.

Am Innsbrucker Ring in Berg am Laim baut die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag erstmals Wohnungen für Auszubildende. Räumlichkeiten für einen Supermarkt und eine Drogerie schließen die bisherige Lücke in der Nahversorgung im Viertel. Es entstehen 91 Ein- und Zwei-Zimmer-Appartements für junge Menschen in Berufsausbildung. Das Vorhaben ist ein Pilotprojekt der Stadt München. Zusätzlich baut die Gewofag 27 Wohnungen im kommunalen Förderprogramm und eine Kinderkrippe mit sechs Gruppen.

Domagkpark

Domagkpark.

Der DomagkPark wächst: Bis Anfang 2017 kommen weitere rund 100 Wohnungen für Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen hinzu. Jetzt feierte die Gewofag Richtfest für zwei neue Gebäude mit insgesamt 107 Wohnungen an der Gertrud-Grunow-Straße. Die Fertigstellung von 61 Wohnungen ist für Ende 2016 geplant, der Bezug für April 2017. Die übrigen 46 Wohnungen sollen im Frühjahr 2017 fertiggestellt und Mitte 2017 bezogen werden. Insgesamt investiert die Gewofag rund 33 Millionen Euro.

Sascha Karowski

Sascha Karowski

E-Mail:sascha.karowski@tz.de

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