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Rosenheimer Platz

Goetheplatz, Kolumbusplatz & Co.

Münchens hässlichste Plätze: Versprechen viel - halten wenig

Bei Plätzen denkt man an schöne, belebte Orte, mit Cafés, Restaurants - einfach an Orte, an denen man sich gerne aufhält. In München ist das nicht überall so. 

Ein Platz klingt wie ein Ort, an dem es sich aushalten lässt, mit alten Denkmalen vielleicht, oder charmanten Bars. Doch viele Plätze in München präsentieren sich völlig gegenteilig. Ein Überblick über Plätze in München, die zwar prächtig klingen, es aber nicht sind.

Leonrodplatz

Direkt am Olympiapark gelegen zeichnet sich der Leonrodplatz vor allem durch eines aus: Einfallslosigkeit. Durch die bewegte Verkehrslage ist es hier natürlich schwierig, den Platz in ein wirklich lauschiges Plätzchen umzugestalten. Die Dachauer Straße kreuzt hier die Stelle, von der die Schwere-Reiter-Straße in die Leonrodstraße übergeht. Und auch an öffentlichen Verkehrsmitteln mangelt es nicht, halten hier die Trambahnlinien 20, 21 und 12 sowie der 53er Bus. Dennoch bietet die Grünfläche vor Tengelmann, Rossmann und weiteren Einkaufsmöglichkeiten am Leonrodplatz einiges an Verschönerungspotential - leider wurde dies bisher aber nicht genutzt. Am Eck schräg gegenüber sorgt die Baustelle für das künftige Strafjustizzentrum, das voraussichtlich 2020 fertig gestellt werden soll, für einen weiteren nicht sehr ansehnlichen Fleck am Leonrodplatz.

Leonrodplatz

Goetheplatz

Was Goethe, einer der größten Dichter aller Zeiten, wohl zu dem nach ihm benannten Platz sagen würde? Schön ist jedenfalls anders. Allenfalls strahlt der Goetheplatz vielleicht einen gewissen Charme aus. Das ist allerdings Ansichtssache. Was dem Goetheplatz aber an Schönheit fehlt, kompensiert er durch vielfältige Ausgehmöglichkeiten: Restaurants wie "Hans im Glück", "Sinans Cucina" oder einfach McDonalds bieten Abwechslung für unterschiedliche Geschmäcker. Der Royal Filmpalast zieht Cineasten an und auch Nachteulen kommen durch das nahegelegene Clubs und Bars auf ihre Kosten: Der selbsternannte kleinste Jazz-Club in München namens Mister B.'s oder das Flex in der Ringseisstraße sind nur zwei davon.

Goetheplatz

Romanplatz

Immerhin soll er bald schöner werden: Der Romanplatz in Nymphenburg. Und das wird wirklich Zeit. Zum einen wurde der Umbau bereits 2013 vom Stadtrat beschlossen. Zum anderen ist der karge Platz mit dem Tramhäuschen in der Mitte, in dem kurzzeitig auch mal einen Buchladen untergebracht war, ursprünglich jedoch in erster Linie als Toilettenhäuschen diente, einfach keine Augenweide. Dabei steckt auch in diesem Platz viel Potenzial, könnte man doch Atmosphäre etwas einladender gestalten. Attraktiver, grüner und etwas entspannter für Fußgänger soll er werden. Man darf gespannt sein. 

Romanplatz

Kolumbusplatz

Kolumbus - einst der große Entdecker. Dagegen gibt es am Kolumbusplatz mal so gar nichts zu entdecken. Er ist zu einem rein praktischen Verkehrsknotenpunkt geworden: Die U-Bahnlinien U1 und U2 sowie die Busse 52 und 58 fahren hier, außerdem führen am Kolumbusplatz sehr belebte Straßen vorbei: Die Pilgersheimer Straße und die Humboldtstraße. Die ständigen Baustellen machen den Platz nicht schöner und die Situation dort nicht einfacher.

Kolumbusplatz

Rosenheimer Platz

Noch so ein Schmankerl von einem Münchner Platz: Der Rosenheimer Platz. Zugegebenermaßen ist es schwierig, einen Platz attraktiv zu gestalten, wenn er eine der elf Stammstreckenbahnhöfe beheimatet. Andererseits: Das betrifft ja den Untergrund. Man könnte den Platz oben also durchaus mit mehr Liebe behandeln. Doch davon fehlt jede Spur. Denn oben regiert das Verkehrschaos, da bleibt anscheinend kein Platz für Charme oder Schönheit.

Rosenheimer Platz

Ratzingerplatz

Zu guter Letzt der Ratzingerplatz, der nicht selten schon zum hässlichsten Platz Münchens erklärt wurde. Der Platz in Obersendling gilt wahrlich als Schandfleck. Trostlos und öde wirkt er, als würde sich keiner gerne dort aufhalten. Doch es gibt Hoffnung: Der Ratzingerplatz soll verschönert werden. Schon einige Jahre steht die Umgestaltung in der Diskussion - wie es aussieht wird es aber noch ein paar Jahre dauern, bis es so weit ist. Bis dahin wird die Betonwüste am Ratzingerplatz so hässlich bleiben, wie sie eben ist: Mit zugewuchertem Kopfsteinpflaster, verrosteten Straßenbahngleise, mit Graffiti vollgeschmierten Tramhäuschen und muffigen Unterführungen.

Ratzingerplatz

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