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Die Pasing Arcaden.

Einkaufszentrum als mögliches Anschlagsziel genannt

Die Kripo sucht den Anrufer von München-Pasing

München -  Nach einem Drohanruf hat die Polizei im Münchner Stadtteil Pasing den Bahnhof und das Einkaufszentrum Pasing-Arcaden vorübergehend geräumt. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

Der Anruf kam am Samstagnachmittag um 15.40 Uhr. Die integrierte Leitstelle München nimmt das Gespräch entgegen. Der Anruf oder die Anruferin hat die Stimme verstellt - und nennt sowohl den Bahnhof als auch die Arcaden in Pasing als mögliche Anschlagsziele. Nach Beurteilung des Anrufs wurde mit der Bundespolizei und des Managements der Pasing Arcaden gegen 17.10 Uhr entschieden, das Shoppingcenter und den Bahnhof zu räumen. Spezialisten und Sprengstoffhunde rücken aus. Die Polizei spricht von einer "Vorsichtsmaßnahme aufgrund der Vorfälle vom vergangengen Freitag" (Amoklauf am OEZ, Anm. d. Red.).

Nun hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Gesucht wird ein anonymer Anrufer, der von einer möglichen Bedrohungslage an beiden Orten gesprochen und damit den Großeinsatz der Münchner Polizei ausgelöst hat. Bis zur Entwarnung waren sowohl das Einkaufszentrum als auch der Bahnhof evakuiert und für mehrere Stunden gesperrt worden. Das Polizeipräsidium München teilte mit, dass die gesuchte Person mit straf- und kostenrechtlichen Konsequenzen rechnen müsse, sollte es sich beim Anruf um eine bewusste Fehlinformation gehandelt haben.

Die Räumung der betroffenen Bereiche sei ruhig und sehr geordnet verlaufen, meldet die Polizei. "Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr." Den polizeilichen Maßnahmen wurde laut Polizei ein großes Maß an Verständnis entgegengebracht.

Konsequenzen für Trittbrettfahrer

Die Münchner Polizei weist immer wieder darauf hin, dass die Verursacher von Fehleinsätzen kräftig zur Kasse gebeten werden. Wer absichtlich und grundlos einen Einsatz auslöse, müsse nicht nur mit strafrechtlichen Folgen rechnen, sondern auch mit erheblichen finanziellen Konsequenzen. Dabei spiele es keine Rolle, auf welche Art und Weise Falschmeldungen verbreitet würden, heißt es unter der Überschrift "Warnung an alle Trittbrettfahrer" auf der Facebook-Seite der Polizei in München.

Pro eingesetztem Beamten und Stunde stellt die Polizei jeweils 54 Euro in Rechnung. Kommt ein Hubschrauber zum Einsatz, werden 1.700 Euro pro Stunde in Rechnung gestellt. "Werden mehrere Hundertschaften samt Hubschrauber eingesetzt, kommt sehr schnell ein Betrag zusammen, den derjenige dann ein ganzes Leben lang abbezahlen muss", schrieb die Polizei in ihrer Mitteilung.

dpa, mm/tz

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