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Das Kliniken Bogenhausen.

Interner Stadtrats-Bericht zeigt

Neue Probleme bei Sanierung der städtischen Kliniken

München - Die Sanierung der finanziell angeschlagenen städtischen Kliniken läuft deutlich schlechter als erwartet. Darauf weist die Kämmerei in einem internen Bericht an den Stadtrat hin.

Sorgenkind ist vor allem das Klinikum Harlaching. Dort waren im Mai 16,6 Prozent aller Betten gesperrt. Ein Stadtrat nennt den Bericht „alarmierend“.

Die Städtischen Kliniken München (StKM) haben große Schwierigkeiten bei der Umsetzung ihres Sanierungskonzeptes. Die selbst gesteckten Ziele für das Jahr 2016 wird die GmbH weitgehend verfehlen. Dies geht aus besagtem Bericht hervor. Auf Jahressicht geht die Geschäftsführung der StKM bei den betrieblichen Erträgen von einer Planverfehlung von 5,5 Millionen Euro € (-0,8 Prozent), bei den Umsatzerlösen von 10,3 Millionen € (-1,7%) und bei den Kernerlösen aus stationären Krankenhausleistungen in Höhe von 9,6 Millionen Euro€ (-1,8%) aus. „Die latenten Risiken bei der Sanierung sind hoch“, sagt ein Stadtrat. „Der Bericht ist alarmierend.“

Chef Axel Fischer.

Die StKM mit ihren großen Häusern Neuperlach, Harlaching, Bogenhausen und Schwabing hatten über Jahre zweistellige Millionen-Verluste eingefahren. 2015 zog der Stadtrat die Notbremse und billigte ein Sanierungsprogramm, das erhebliche Einschnitte beim Personal, der Zahl der Betten und den Krankenhausleistungen vorsieht. 2022, so das Ziel von Klinik-Chef Axel Fischer, wolle man aus den roten Zahlen sein. Bei der Umsetzung des Konzepts hapert es jedoch gewaltig. Schlanker werden wollen die StKM vor allem beim Personal, dem höchsten Kostenfaktor. Tatsächlich sind seit Verkündigung des Sanierungsplans bereits mehrere hundert Kollegen gegangen. Bei den Personalkosten liegt man deshalb auf Kurs. Der Haken: Um die Pflege der Patienten müssen sich jetzt rund 100 Leiharbeiter kümmern. Diese schlagen mit 110 000 Euro pro Person und Jahr zu Buche und sorgen dafür, dass der positive Effekt bei den Personalkosten 2016 verpuffen wird. Hinzu kommt, dass noch immer kein Sanierungstarifvertrag geschlossen wurde. Dieser sollte 8,3 Millionen Euro Einsparungen beim Personal erbringen.

Größtes Sorgenkind im Klinikverbund ist Harlaching. Dort müssen regelmäßig Betten gesperrt werden, unter anderem wegen Personalmangels. Die Kämmerei spricht in ihrem Bericht von einem „äußerst hohen Anteil“. Allein im Mai waren 104 Betten (16,6%) in Harlaching aus verschiedenen Gründen nicht belegbar. Von Januar bis Juni 2016 kamen so 16 700 Bettentage zusammen. Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 5,6 Tagen standen durch Bettenabmeldungen rechnerisch Kapazitäten für die Behandlung von 2400 Fällen nicht zur Verfügung. Die Bilanz der StKM fällt entsprechend schlecht aus.

Die Grünen-Finanzexpertin Katrin Habenschaden hält vor allem die zügige Umsetzung der Baumaßnahmen in den Kliniken Schwabing, Bogenhausen und Harlaching für entscheidend. „Ohne diese drei Maßnahmen wird es nicht funktionieren.“

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